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Roxburgh ‘rocks’: Unentdeckter Teil Central Otagos

Von Anja Schönborn

Mitten im Teviot Valley an den Ufern des malerischen Clutha River liegt das schottisch geprägte, 560-Einwohner große Örtchen Roxburgh. Wer sich über Alexandra auf den Weg in den Süden Richtung Dunedin macht, sollte sich diese Region von Central Otago ein wenig näher ansehen – es warten Goldgräbergeschichten, Naturabenteuer und interessante kleine Anekdoten.

Cromwell, Clyde und Alexandra mag mancher Tourist schon durchquert haben, doch rund 40 km südlich entlang des Highway 8 liegt Roxburgh, ein kleiner Ort mit Geschichte und Geschichten. Benannt wurde er von den Kolonialsiedlern aus Schottland nach ihren heimischen Roxburghshire. Bis heute tragen fast alle Straßennamen Titel schottischer Grenzstädte. Für viele Besucher schwer vorstellbar, doch ab 1860 hatte der Ort durch den Goldrausch tatsächlich Metropolen-Charakter. In der landwirtschaftlich geprägten Region aus Obstanbau, Feldern und Viehherden lockt heute im Ort gelegen der King George Park mit seinen stählernen Kunstdenkmälern, die zum 150jährigen Farmjubiläum des Teviot Valley errichtet wurden.

Eine nette Anekdote am Rande: Das Roxburgh Cinema in der Scotland Street gilt als am längsten durchgehend operierendes  Theater der Welt und versucht gerade einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde zu erhalten. Der berühmteste Bürger der Kleinstadt war wohl Sir Sydney Smith, Forensiker und Pathologe, dessen weltbekanntes Buch ‚Mostly Murder’ von 1959 nach jeder Neuauflage immer wieder ausverkauft ist. Besonders spektakulär ist das jährliche Modeevent ‚Teviot Tartan Time’, in der schottische Kunst einfach angezogen und vorgeführt wird. Noch etwas verrückter ist das Cherry Chaos, bei dem die Teilnehmer einen Slalomkurs absolvieren müssen, während sie von den Besuchern mit schlecht gewordenen, übrig gebliebenen Kirschen beworfen werden – Kiwi-Humor pur.

In der Gegend um die Stadt sind immer wieder alte Relikte aus der Goldgräberzeit zu finden, viele davon mit Infotafeln beschrieben. Auch unzählige Vorfahren der Bürger lassen sich noch bis zu den ersten Goldgräbern zurückverfolgen. Sogar auf den Friedhöfen im Ort sind nach wie vor Grabsteine der ursprünglichen Siedler und Goldsucher zu finden.
Besonders schön zum Wandern ist der Bullock Track, gut zwei Kilometer nördlich der Stadt. Der Weg steigt hier für rund eineinhalb Stunden steil an, bis man auf der Spitze des Hügels angelangt ist und eine fantastische Aussicht über das gesamte Tal genießen kann. Sowohl zum Wandern als auch zum Radfahren eignen sich der Roxburgh Gorge und der Clutha Gold Trail, die eine 100 Kilometer lange Route entlang des Lake Roxburgh und des Clutha River bieten. Sie gehören zu den Great Rides der NZ Cycle Trails.

Besonders reizvoll ist der Clutha River selbst. Der malerische Fluss schlängelt sich entlang des Highway 8 von Nordwest nach Südost. Am Damm des Roxburgh Lake lassen sich besonders erfolgreich Lachse angeln. Neben Wandern eignet sich der Wasserlauf auch hervorragend zum Kajak-, Ruderboot- und Jetboat-Fahren. Es werden entsprechende Touren und Ausrüstung angeboten. Aufgrund der Strömungen ist das Baden im Fluss jedoch verboten!

Ob für einen kurzen Zwischenstopp oder einen Aufenthalt mit Übernachtung – in Roxburgh findet man ein gemütliches Hinterland-Örtchen und entkommt dabei garantiert dem Haupttourismusstrom.

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