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Neuseeland beim 17. Filmfest Hamburg

Vom 24. September bis zum 3. Oktober 2009 lädt das 17. Filmfest Hamburg Filmfreunde und Filmschaffende zu einer cineastischen Reise ans Ende der Welt ein: Willkommen in Neuseeland – dem diesjährigen Filmland der Sektion Deluxe. Festivalleiter Albert Wiederspiel freut sich „über die engagierte und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Auckland City Council und der Botschaft von Neuseeland, die Filmfest Hamburg ermöglicht, sechs moderne Filmklassiker von 1964 bis 1987 zu zeigen.“

Programmchefin Kathrin Kohlstedde erläutert: „Für die Auswahl haben wir uns intensiv mit den Schätzen des New Zealand Film Archive beschäftigt. Es sollte eine Filmreihe entstehen, die jenseits der hier so erfolgreichen Filme von Jane Campion („Das Piano“) und Peter Jackson („Herr der Ringe 1-3“) liegt. Filme, die bislang nicht in Deutschland zu sehen waren und unser Publikum auf eine Entdeckungsreise nach Neuseeland einladen.“

Die Goethe-Institut-Stipendiatin und neuseeländische Journalistin und Filmemacherin Julie Hill wird während Filmfest Hamburg in die cineastische Terra incognita führen, welche Filmperlen wie „Runaway“ von John O’Shea (1964), „Off The Edge“ von Michael Firth (1977), „Angel Mine“ von David Blyth (1978), „Carry Me Back“ von John Reid (1982), “Patu!” von Merata Mita (1983) und “Ngati” von Barry Barclay (1987) beinhaltet.

Die Filme reichen von einer dramatischen Charakterstudie über einen jungen, gelangweilten Rebellen auf der Flucht, über eine nervenaufreibende Dokumentation über zwei Adrenalinjunkies mit atemberaubenden Naturpanoramen, einen fantastisch-experimentellen Thriller über ein Paar im Kampf um ihre Beziehung und ihr Leben, bis hin zur Komödie über Football und einen Erbschaftskonflikt mit handfestem neuseeländischen Humor und einem politischen Manifest über eine Nation am Scheideweg.

Ein weiteres Highlight im Deluxe-Programm ist die Kurzfilm-Auswahl „The Experimental Archive - Adventures in New Zealand Film-Making 1933 bis 2007“ von Mark Williams, die vom Goethe-Institut New Zealand unterstützt wird. Der Kurator Williams stellt Experimentalfilme aus mehr als 70 Jahren neuseeländischer Filmkunst vor und zeigt die künstlerische Auseinandersetzung neuseeländischer Künstler um die eigene Identität.

Die Filme:

Runaway | 1964 | John O'Shea
In seinem visuell bestechenden Drama schickt der Pionier des neuseeländischen Kinos, John O’Shea, den gelangweilten und vom Leben frustrierten David quer durch das Land, von Auckland über das idyllische Northland bis in die Berge im Süden. Als der junge Mann nach einem Verhältnis mit einer verheirateten Frau ihr Auto stiehlt, zeigt sie ihn an. Von nun an ist David auf der Flucht...bis er auf dem Gipfel eines Gletschers sich selbst nicht mehr entkommen kann.

Off the edge | 1977 | Michael Firth
Atemberaubende Bergpanoramen, rasante Abfahrten, ein schier endloser Himmel und der Rausch der Geschwindigkeit: Kein Wunder, dass Michael Firths sensationeller Dokumentarfilm „Off the Edge“ 1977 für einen Oscar nominiert wurde. Off the Edge ist ein Film über die Sehnsucht in uns nach Freiheit und dem Wunsch, Teil der Natur zu sein. Mit einem frischen und menschlichen Blick zeigt der Film uns, dass dies kein unerfüllbarer Traum sein muss.

Angel Mine | 1978 | David Blyth
Er gilt als Genius des gore und ist Kiwi-Kult: der neuseeländische Filmemacher David Blyth, Schöpfer solcher Klassiker wie „Death Warmed Up!“(1984) oder „Red Blooded American Girl“ (1990). Filmfest Hamburg zeigt den unvergessenen Erstling des Filmkünstlers: „Angel Mine“ ist eine Trouvaille des unabhängigen, szenigen neuseeländischen Films, der noch heute jedes Festival des fantastischen, experimentellen Films zieren würde. Fans bescheinigen dem kruden Thriller eine hypnotische Bildsprache und eine rohe erotische Energie, während neuseeländische Kritiker den intellektuellen Schnitt und den intelligenten Einsatz visueller Metaphern loben. Mit Sicherheit ein besonderes cineastisches Erlebnis.

Carry me back | 1982 | John Reid
Unerwartet stirbt der alte TK Donovan nach dem Finalspiel des Lieblingsfußball-Clubs in seinem Hotelbett. In der Tasche hat er sein Testament, das eine knifflige Klausel enthält: Wenn TK nicht auf der Familienfarm stirbt und dort auch begraben wird, erben nicht seine Söhne Arthur und Jimmy, sondern der Fußballverein. Um das zu verhindern, schmuggeln die Brüder den Leichnam ihres Vaters zurück Richtung Heimat, um ihn dort ‚noch mal’ sterben zu lassen. Souverän und schräg mischt Regisseur John Reid Motive aus „Immer Ärger mit Bernie“, frühem Hitchcock und dem absurden Charme von Polanskis „Zwei Männer und ein Schrank“ mit handfestem neuseeländischem Humor, dessen running gags Blake Edward-Qualität haben.

Patu! | 1983 | Merata Mita
1981, „Springbok Tour“: Die südafrikanische Rugby Nationalmannschaft tourt durch Neuseeland. Während die einen die Tour als Unterstützung der weißen Apartheid-Herrschaft in Südafrika verurteilen, weisen andere auf die angespannten Beziehungen im eigenen Land zu den Maori hin. Überall wird diskutiert, ob sich die Politik in den Sport einmischen darf. Es gibt Protestkundgebungen und Straßenschlachten. Das Ereignis spaltet die Nation und zwingt sie, sich mit der eigenen unaufgearbeiteten kolonialen Vergangenheit auseinander zu setzen. Maori-Filmmeacherin Merata Mita schuf ein dramatisches politisches Manifest über eine Nation am Scheideweg.

Ngati | 1987 | Barry Barclay
„Ngati“, zu deutsch „Stamm“, spielt in der kleinen Maori-Gemeinde Kapua im Osten des Landes. Als der junge Australier Greg zu Besuch kommt, wird er mit einer multikulturellen Gesellschaft im sozialen Umbruch konfrontiert. Aber nicht nur Arbeit steht durch den Konkurs des Hauptarbeitgebers auf dem Spiel; auch Tradition muss in Kapua um ihre Berechtigung bangen als die Eltern des todkranken Jungen Ropata entscheiden müssen, ob sie ihren Sohn modernen Ärzten oder der traditionellen Maori-Medizin anvertrauen. Es ist der erste neuseeländische Film, der hauptsächlich mit Maori besetzt war. Barclay blickt mit dokumentarisch forschenden, sehr verständnisvollen Blick auf die kleine Gemeinde, die um ihr kulturelles Erbe und ihre Identität ringt.

Das große Engagement unserer Partner hat inzwischen Wellen geschlagen. Neben dem Auckland City Council ist auch die New Zealand Trade and Enterprise an Bord, die gemeinsam die Filmreihe auch finanziell unterstützen.

Mehr Informationen unter www.filmfesthamburg.de.

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