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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Zealandia: der achte Kontinent?!

Dass so etwas im 21. Jahrhundert noch passiert, grenzt an ein Wunder. Im Zeitalter der Satellitennavigation ist jeder Fleck auf der Erdoberfläche zu sehen; man muss nicht einmal aus der Tür treten, um per Google Streetview eine virtuelle Reise um die Welt zu machen.

Aber dann kam Mitte Februar aus der Geological Society of America die Meldung, dass die Wissenschaft sich geirrt habe: Ein Team von elf Geologen will beweisen, dass Australien und Neuseeland nicht auf demselben ozeanischen Erdplattenstück liegen, sondern dass das kleine Neuseeland eine eigene kontinentale Platte sein Eigen nennt.
Bisher galt die Annahme, dass Neuseeland und seine umgebenden Inseln Teil eines „Mikrokontinents“ wären. Ein zehnjähriges Forschungsprojekt, das aktuelle Satellitenbilder und Gravitationskarten des urzeitlichen Meeresbodens auswertete, verortet Neuseeland nun zweifelsfrei auf einem eigenen, 4,9 Millionen Quadratkilometer großen Kontinent, der – und das ist eines der Anerkennungskriterien als Kontinent – im Durchschnitt 1100 Meter höher liegt als der ozeanische Boden.

Diese Erdplatte, die etwa zwei Drittel so groß ist wie die australische, liegt zu fast 95 Prozent unter der Wasseroberfläche – neben den Inseln Neuseelands ragen heute nur Neukaledonien und einige andere Südpazifik-Inseln weit genug aus dem Meer.

Der neue neuseeländische Kontinent war ursprünglich gemeinsam mit Australien und großen Teilen Südamerikas, Afrikas und der Antarktis Teil des Urkontinents Gondwana. Vor 180 Millionen Jahren zerbrach dieser in mehrere Teile, die auseinanderdrifteten und zum Teil versanken. (Die versteinerten Bäume, die man am Strand der Curio Bay im Süden der Südinsel bewundern kann, gerieten übrigens noch vor der Abtrennung Zealandias vom australischen Kontinent dorthin!)

Dass „Zealandia“ nicht nur kleiner, sondern auch dünner als die anderen Kontinente ist, liegt an seinem Entstehungszeitpunkt: Als er sich vom australischen Kontinent abtrennte, dehnten sich die Erdplatten und wurden auseinandergezogen.

Für die Wissenschaftler ist die Erkenntnis, dass Neuseeland auf einem „richtigen“ eigenen Kontinent liegt, viel mehr als eine Schlagzeile. Sie rückt Forschungen zur Plattentektonik und Seismik, also zur Erdbebentätigkeit in dem von Naturkatastrophen häufig heimgesuchten Land, in einen ganz anderen Kontext. Außerdem bestätigt sie eine mehr als 20 Jahre alte These, die der amerikanische Geologe Bruce P. Luyendyk aufgestellt hatte, jedoch damals nicht beweisen konnte.

Auch für Nicht-Wissenschaftler könnte die Einstufung „Zealandias“ als eigener Kontinent weitreichende Folgen haben; so werden die fossilen Brennstoffe und andere Bodenschätze im Küstengebiet vor Neuseeland auf einen Wert von über 10 Milliarden Dollar geschätzt. Wer darf diese Rohstoffe in Zukunft abbauen?

(Jenny Menzel)

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