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Der neuseeländische Schokoladenkrieg: Cadbury oder Whittaker’s?

Es ging wie eine Schockwelle durch die neuseeländischen Medien, und auch Neuseeland-Fans auf der ganzen Welt stöhnten auf: Im Februar 2017 kündigte Schokoladen-Gigant Cadbury an, seine einzige Fabrik in Neuseeland schließen zu wollen.

350 Angestellte der Schokoladenfabrik, die zu den vier größten Arbeitgebern der Stadt gehört, müssen sich spätestens ab März 2018 eine neue Arbeit suchen. Die öffentlichen Führungen für Touristen durch die mehr als 80 Jahre alte Schokoladenfabrik in Dunedin sollen voraussichtlich aber weiterhin angeboten werden.

Die Schließung der Produktionsstelle war für Beobachter der wirtschaftlichen Lage keine große Überraschung. Schon 2009, als Cadbury von Kraft Foods (inzwischen Mondelez International) übernommen worden war, hatte der Konzern seine Fabriken in Auckland und Großbritannien geschlossen und die Produktion ins günstigere Polen und nach Australien verlagert, und er führt diese Strategie weltweit fort.

Dass aber nun auch die Produktionsstätte in Dunedin schließen würde, machte die Kiwis wütend. Schon vor einigen Jahren hatten sie gegen die Verwendung von umweltschädlichem Palmöl in Cadbury-Schokolade mobil gemacht und erreicht, dass das Unternehmen einknickte und wieder zu Kakaobutter griff.

Nun ist es ganz aus – und die enttäuschten Neuseeländer, für die Cadbury einst zur vertrauenswürdigsten Marke am Schokoladenmarkt gehörte, wenden sich geschlossen der Konkurrenz zu. Die gibt es glücklicherweise: Das vergleichsweise kleine Unternehmen Whittaker’s aus Porirua, in neuseeländischem Besitz, stellt auf neuseeländischem Boden hochqualitative neuseeländische Schokolade her – und hat die Marktführerposition von Cadbury seit 2012 spielend erobert.

Hört man sich heute unter Neuseeländern um, hat eigentlich kein Mensch in den letzten Jahren mehr Schokolade von Cadbury gekauft, geschweige denn gegessen – die Milchschokolade sei viel zu süß und pappig, die Geschmacksrichtungen wären fad und nicht typisch neuseeländisch, außerdem fühlten sich viele von den stetigen Verkleinerungen der Schokoladentafeln und dem abnehmenden Gehalt an frischer Milch und Kakao veräppelt.

Dass die Schokolade von Whittaker’s im Vergleich überall besser dasteht, ist allerdings auch das Resultat einer cleveren vergleichenden Werbekampagne, in der die Firma aus Porirua gezielt auf Cadburys Schwachstellen aufmerksam machte.

Ob Cadbury weiterhin das alljährliche „Jaffa race“ sponsern wird, bei dem tausende rot verpackte Schokoladenkugeln (die „Jaffas“) von der Baldwin Street in Dunedin, der steilsten Straße der Welt, hinabgerollt werden? Und wer wird die Kiwis in Zukunft mit „Pineapple Lumps“ versorgen? Wir haben so eine Ahnung, dass es der Publikumsliebling Whittaker’s sein wird.

Als Tourist, der möglichst nicht als Ausländer auffallen will, sollte man jedenfalls beim Schokoladenkauf bloß nicht zu den weiß-violetten Cadbury-Tafeln greifen – sondern zu Whittaker’s. Ein Kompliment an den nächststehenden Neuseeländer für dieses „high quality NZ owned product“, und man hat eine Einladung zum BBQ sicher!

(Jenny Menzel)

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