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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Neuseelands schönste Wälder

Bevor die Maori im 13. Jahrhundert nach Neuseeland kamen, muss das Land einem dichten, verwunschenen Dschungel geglichen haben – fast die komplette Landfläche war damals bewaldet, ausgenommen lediglich die Bergspitzen der Southern Alps und der Vulkane auf der Nordinsel.

Bis die ersten Europäer auf den Spuren von James Cook eintrafen, hatten die Maori schon beachtliche Teile der Süd- und Nordinsel gerodet, um sie für die Landwirtschaft zu nutzen. Aber das war noch gar nichts gegen die technisch gestützte Effizienz der nach Geld und Reichtum strebenden neuen Siedler, die das wertvolle Holz der Wälder in Sägewerken verarbeiteten und exportierten und die Brachflächen für ihre extensive Viehhaltung nutzten.

Binnen 150 Jahren verschwanden 80 Prozent der Waldflächen Neuseelands. Die sanften grünen Hügel, die heute stellvertretend für Neuseelands unberührte Natur stehen, sind Newcomer im Landschaftsbild – und nicht eben gut für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt.

Einige Waldflächen sind dennoch erhalten geblieben, und dank intensiver Aufforstungs- und Naturschutzbemühungen werden sie Schritt für Schritt größer. Der typisch neuseeländische „bush“ gehört heute zum Nationalstolz der Kiwis – kein Wunder, ist er doch auch Lebensraum für genau diesen Vogel, der nur im dichten, von Raubtieren freien Wald überleben kann.

Einer der größten Wälder, der schon vor Ankunft der Menschen in Neuseeland alt war, steht im Northland bei Hokianga: Der Waipoua Forest ist Heimat der größten und ältesten noch lebenden Kauri-Bäume. Tane Mahuta, der „Gott des Waldes“, wird auf 2.000 Jahre geschätzt.

Ähnlich gigantische Bewohner beherbergt der Whakarewarewa Forest bei Rotorua, der allerdings nicht einheimischen Kauris, sondern vor 150 Jahren hier angepflanzten Redwoods eine Heimat bietet. Unter den turmhoch aufragenden Stämmen wartet ein Netzwerk aus Wander- und Radwegen, und seit 2016 kann man sogar aus der Vogelperspektive auf den Waldboden schauen: Zwölf Meter über dem Boden spannen sich die Brücken des „Tree Walk“ zwischen den Wipfeln.

Im Whirinaki Forest, einem der letzten prähistorischen Regenwälder der Welt, kann man uralte Exemplare von bis zu 60 Meter hohen Rimu, Totara oder Matai-Bäumen bewundern und sich vorstellen, dass schon die Dinosaurier einen ähnlichen Anblick genossen haben. Während diese Echsen heute ausgestorben sind, hört man im Whirinaki Forest bei Rotorua häufig die Rufe von seltenen und bedrohten Vögeln.

Noch mystischer geht es im Goblin Forest an den Südhängen des Mount Taranaki zu. Hier hängen dichte Flechten, Moose und Farne wie Zwergenbärte von den knorrigen Stämmen und Ästen sich windender Kamahi-Bäume, die wiederum auf anderen Bäumen wachsen. Ein Fotografentraum, der bei schlechtem Wetter sogar noch besser wirkt.

Ein Wald der ganz anderen Art liegt schließlich in der Curio Bay, tief im Süden der Südinsel. Die Worte sind bewusst gewählt: Wer an der steinigen Küste entlangspaziert, entdeckt hier unter seinen Füßen kreuz und quer liegende schwarze Baumstämme – die Millionen Jahre alten Überreste eines Waldes, der einst von einem Vulkanausbruch zerstört und verschüttet wurde. Die Ascheschicht bewahrte die Stämme vor dem Verfall und ließ sie versteinern.

Egal, welche Reiseroute man in Neuseeland wählt und was man dabei besichtigt: Ein Waldspaziergang, egal in welchem Wald, sollte auf jeden Fall dabei sein.

(Jenny Menzel)

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