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Studie: Das denken die Neuseeländer über den Tourismus

Auch in der abgelaufenen Saison 2016/17 hat der Tourismus in Neuseeland die einst führende Milchwirtschaft als Top-Exportzweig übertrumpft. Die Ausgaben internationaler Besucher sind in den letzten Jahren um fast 20 Prozent gestiegen und liegen derzeit bei 3,54 Millionen Neuseeland-Dollar.

Die Zukunft für den Tourismus in Neuseeland sieht rosig aus – wenn es gelingt, die Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken. Dazu gehört nicht nur wirtschaftliche Unterstützung lokaler Gemeinden, des Umweltschutzes und der landesweiten Infrastruktur. Enorm wichtig ist es auch, die Bevölkerung mitzunehmen bei dem grundlegenden Wandel, den Neuseelands Gesellschaft in den nächsten Jahren erleben wird.

Zweimal im Jahr befragt daher Tourism New Zealand, die staatliche neuseeländische Tourismus-Agentur, 500 Neuseeländer zu ihrer Einstellung bezüglich der Entwicklung des Tourismus. Die Studie mit dem Titel „Mood of the Nation“ (Stimmung der Nation) soll eine Rückmeldung geben über die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber Neuseelands Gästen. Werden sie von den Kiwis noch so positiv und vorteilhaft wie früher wahrgenommen, oder empfindet man die immer mehr Besucher als Herausforderung und Bedrohung?

Die Ende 2016 veröffentlichte Studie hatte einen signifikanten Anstieg der öffentlichen Besorgnis in Bezug auf Touristen aus Übersee vermeldet, der in der aktuellen Studie jedoch nicht weiter zugenommen hat. Die Wahrnehmung internationaler Besucher als Verursacher oder Verstärker von Verkehrsunfällen oder Zerstörungen der Umwelt hat sogar wieder merklich abgenommen.

Zwar meint immer noch ein Fünftel der befragten Neuseeländer, es kämen zu viele Besucher ins Land. Aber die große Mehrheit ist offen gegenüber internationalen Touristen und unterstützt die weitere Entwicklung dieses wichtigen Wirtschaftszweigs. Ein sattes Viertel der Neuseeländer ist sogar der Meinung, ihr Land ziehe noch zu wenige Touristen aus Übersee an.
96 Prozent der Neuseeländer sind der Meinung, dass der internationale Tourismus gut für ihr Land sei. Dieses Ergebnis ist für die Tourismusindustrie eine Erleichterung: Denn ohne Unterstützung aus den gastgebenden Gemeinden kann es keine Zukunft für einen wirtschaftlich tragfähigen Tourismus geben.

Der Anteil derjenigen, die glauben, ihr Land ziehe zu viele Touristen an, ist jedoch von 13 Prozent im Dezember 2015 auf 21 Prozent im März 2017 gestiegen. Mehr als ein Drittel sagen, der Tourismus übe zu viel Druck auf Neuseeland aus. Dabei stammen die meisten Befragten mit dieser Ansicht aus Otago – einer dünn besiedelten Region im Süden der Südinsel, in der auch die Abenteuersport-Hochburg Queenstown und die Seen Wanaka, Tekapo und Pukaki liegen. Hier sind die Besucherzahlen in den letzten Jahren besonders stark angestiegen.
Fast zwei Drittel der befragten Bewohner dieser Gegend waren der Meinung, ihre Region sei für die Herausforderungen des wachsenden Tourismus nicht gut ausgestattet. Der internationale Tourismus kann für Neuseeland viele Vorteile bringen, vor allem für Geschäftstreibende und Angestellte im Dienstleistungsbereich. Dagegen steht aber die Belastung der vielen Besucher für die örtliche Infrastruktur – 44 Prozent der Befragungsteilnehmer sorgen sich, dass der Tourismus diese überlasten könnte.

Diejenigen Befragten, die besonders ablehnend bezüglich der wachsenden Besucherzahlen eingestellt waren, sorgten sich meistens gleichzeitig um ihren Einfluss auf die Umwelt und darum, dass Neuseeländer mit internationalen Besuchern nun um Ferienunterkünfte konkurrieren müssen.

Gegen die zunehmenden Besucherzahlen können die Neuseeländer aller Wahrscheinlichkeit nach wenig ausrichten – und die meisten akzeptieren das. Kiwis müssen sich in Zukunft daran gewöhnen, dass ihre Heimat einen festen Platz auf der Weltkarte bekommen hat und international als Traumreiseziel gilt. Dazu gehört dann eben auch, dass man Reisen im eigenen Land genauso wie internationale Flugreisen weit im Voraus planen muss.

Einen Vorteil für die Einheimischen hat die derzeitige Entwicklung ja auch: Der Druck auf das Hotelgewerbe hat für einen Boom alternativer Unterkunftsangebote gesorgt. Vermieter von „baches“, den typischen neuseeländischen Strandhäusern, und Privatpersonen, die einzelne Zimmer oder ganze Wohnungen über die Sharing-Plattform Airbnb vermieten, profitieren gewaltig vom Tourismusboom.

(Jenny Menzel)

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