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185 White Chairs – soll das Übergangs-Mahnmal eine feste Attraktion werden?

Auf dem Reiseportal TripAdvisor zählt das Kunstwerk „185 White Chairs“ zu den Top-Attraktionen von Christchurch, in ganz Neuseeland liegt es auf Platz 4 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten. Die Zusammenstellung von ganz verschiedenen, weiß getünchten Stühlen soll an die 185 Toten des Erdbebens vom 22. Februar 2011 erinnern, von dem sich die größte Stadt der Südinsel noch immer nicht erholt hat. Der Künstler Peter Majendie hatte seine Installation von Anfang an als temporäres Kunstwerk geplant – es sind ganz normale Stühle (und eine Babyschale), die auf einem Stück Rasen stehen.

Nun soll eine Entscheidung getroffen werden: weg mit den Stühlen, oder doch dauerhaft bewahren?

Die Reaktionen auf das Kunstwerk von Pete Majendie sind auch fünf Jahre nach dem Erdbeben noch stark, und viele Touristen beschreiben die „185 White Chairs“ als eindrucksvollstes Erlebnis ihres Besuchs in Christchurch. Auch Angehörige der Erdbebenopfer kommen regelmäßig hierher, einige haben selbst Stühle gespendet. Die Gästebücher, die an dem Kunstwerk zurückgelassen wurden, stapeln sich.

Dagegen stehen allerdings Meinungen, die das Kunstwerk als „unpassend“ und in seiner Aussage als zu negativ oder gar morbide bezeichnen. Eine Initiative, die „185 White Chairs“ auf das Gelände des eingestürzten CTV-Gebäudes zu verlagern, wo 111 der Toten zu beklagen waren, wurde von den Bauherren abgelehnt.

Pete Majendie war selbst überrascht von der Tragweite seiner Arbeit. Er möchte die Installation vor allem als Kunstwerk und nicht als Mahnmal verstanden wissen – und er möchte, dass sie bleibt. „Der leere Stuhl verdeutlicht die Abwesenheit der Person, es ist nicht so, dass der Stuhl die Person darstellen soll“, entgegnet er auf eine der häufigsten Kritiken. Ein leerer Stuhl am Tisch, das zeige die Lücke auf, die nach einem tragischen Ereignis im Leben der Hinterbliebenen bleibt. Die unterschiedlichen Stühle wiederum zeigen die Individualität der verlorenen Leben.

Wenn es nach Majendie gehen soll, wünscht er sich einen festen Platz für seine Installation, und zwar am liebsten am Latimer Square. Er möchte die Stühle dann in Aluminium gießen und auf einer Betonplatte anordnen. Wir sind gespannt, wie – und wann! – der Stadtrat von Christchurch entscheidet.

(Jenny Menzel)
Bild-Credit: Bernard Spragg. NZ (Public Domain)

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