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Hundertwasser Art Centre: neue Attraktion im Northland

Das Örtchen Kawakawa spielt für die dünn besiedelte Region Northland, den nördlichsten Zipfel Neuseelands, eine wichtige Rolle. Viele Touristen nehmen den Abstecher nach Norden nur deshalb auf sich, weil sie neugierig sind auf das Toilettengebäude, die der Österreicher Friedensreich Hundertwasser hier errichtet hat.

Der farbenfrohe, ungewöhnliche Stil des eigensinnigen Architekten ist unverwechselbar. In der Hauptsaison sind die Toiletten gut besucht – nicht wegen dringender Bedürfnisse, sondern wegen der tollen Fotogelegenheit. Danach fahren die allermeisten Besucher aber weiter – denn viel mehr gibt es hier nicht zu sehen.

Das soll sich in Zukunft ändern: Am Hafen von Whangarei, der Hauptstadt des Distrikts Northland, wird ein Kunstzentrum errichtet, das den Architekten Hunderwasser würdigt und zeitgenössische neuseeländische Kunst zeigt. In einer Volksabstimmung sprach sich eine knappe Mehrheit der Einwohner von Whangarei für das Projekt aus.

Hundertwasser selbst wollte bereits in den 1990er-Jahren ein Kunstzentrum in Whangarei errichten, tat dies aber nicht, weil das von ihm favorisierte Gebäude nicht zum Verkauf stand. Stattdessen bekam Kawakawa sein Toilettengebäude – und wurde so wahrscheinlich vor der Pleite gerettet.

Im Jahr 2008 konnte der Stadtrat von Whangarei das von Hundertwasser ausgesuchte Gebäude dann doch kaufen und bemühte sich seitdem darum, die ursprünglichen Pläne umzusetzen. Hundertwasser war zwar inzwischen verstorben, aber die Hundertwasser Stiftung in Wien suchte die Baupläne aus ihrem Archiv heraus und Architekt Heinz Springmann plante ein neues Gebäude im Hundertwasser-Stil. Weil das Haus erdbebensicher sein musste, waren die Baukosten lange Zeit Gegenstand hitziger Debatten. Viele Einwohner von Whangarei sprachen sich gegen das Kunstzentrum aus, das mit öffentlichen Geldern bezahlt werden sollte.

Dank einer Bürgerinitiative kommt das Projekt nun doch ins Rollen. Das Hundertwasser Art Centre wird Whangarei und die Region Northland ganz nach oben auf die Reiserouten der Touristen setzen, da ist sich Paul Davis, Chef von Northland Tourism Inc, sicher. Er freut sich darauf, dass die Besucher seine Heimatstadt bald nicht mehr als „drive through“-Gelegenheit, sondern als „Must see“-Attraktion sehen werden, wo man durchaus eine Weile bleiben kann.

Möglich wurde die Errichtung des Hundertwasser-Kunstzentrums und der angeschlossenen „Wairau M?ori Art Gallery“ durch eine großzügige Spende von der neuseeländischen Lotteriekommission: Diese stiftete aus ihrem „Significant Projects“-Fonds 3,5 Millionen Neuseeland-Dollar, womit das Ziel der insgesamt notwendigen 16,25 Millionen Neuseeland-Dollar, die bis zum 30. Juni vorliegen müssen, reichlich übertroffen wurde.

Andrew Garatt, Projektleiter des Hundertwasser Art Centre, ist begeistert: „Die Menschen des Whangarei-Distrikts haben sich unglaubliche Mühe gegeben, um mit Spenden, Kunstverkäufen und anderen Aktionen die Mittel für dieses Kunstzentrum aufzubringen. Wir sind so glücklich über die Unterstützung der Lottokommission.“

Das Hundertwasser Art Centre in Whangarei wird auf dem Gelände des ehemaligen „Northland Harbour Board“-Gebäudes an der Ecke Quayside und Riverside erbaut und soll im Jahr 2019 fertig sein.

(Jenny Menzel)

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