NewZealand Migration

 

Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Auswanderung: Leben und Arbeiten in Neuseeland wird künftig schwieriger

Neuseelands Regierung prüft und überarbeitet derzeit nahezu jede Visa-Schiene, vom Residence Visa bis hin zu Work Visa. Das Resultat sind unzählige Änderungen bei der Einwanderung und dem Arbeiten in Neuseeland. Was bereits entschieden wurde, welche Änderungen zu welchem Zeitpunkt in Kraft treten, was derzeit diskutiert wird, sowie Aussichten für Einwanderungsinteressierte bis zum Jahresende, beleuchtet 360° Neuseeland mit dem langjährigen Immigrationsexperten Peter Hahn.

„Im Augenblick bewegt sich im Einwanderungsrecht eine ganze Menge“, nimmt Peter Hahn gleich vorweg. „Durch den immer größer werdenden Strom an Einwanderern will und kann sich die Regierung nun die Immigranten gezielter und nach besserem Nutzen aussuchen.“

Investor II Kategorie

Seit 1. Juni werden die Anträge auf Residency jetzt nach den neuen Richtlinien selektiert. In dieser Kategorie hat Immigration New Zealand zwar die Anträge pro Jahr von 300 auf 400 zugelassene Bewerbungen erhöht, allerdings wurde dabei die nötige Investitionssumme angehoben. Die Kategorie basiert auf einem Punktesystem, die Altersgrenze liegt bei 65 Jahren.

Das ist neu:

  • Es müssen mindestens 3 Mio. NZD investiert werden (mehr Investition gibt mehr Punkte)
  • Es sind keine sogenannten Settlement Funds mehr nötig
  • Es werden höhere Punkte für mehr Berufserfahrung vergeben, z.B. 45 Pkt. für 15 Jahre
  • Mit besserem Englisch kann man mehr Punkte erzielen, z.B. IELTS Level 8 bestanden, gibt 20 Pkt.
  • Wer sein Kapital in wachsende Investments steckt (growth investment) wird dafür mit mehr Punkten belohnt.

Nicht das größte Investment wird bevorzugt, sondern die höchste Punktezahl!

„Man muss sagen, dass sich der Trend hin zu mehr erforderlichem Investment schon einige Zeit abzeichnet. Wer früher mit 1,5 Millionen NZD einwandern konnte, der musste die letzten Monate bereits mindestens 2 Millionen investieren“, berichtet der Neuseeland-Experte aus der Praxis. Allerdings bedeuten die bei jeder Ziehung aus dem Pool gezogenen Bewerbungen nicht gleich, dass diese Anzahl auch tatsächlich nach Neuseeland einwandert: „Jeden Monat werden mehr Anträge (Expressions of Interest/EOIs) selektiert, als eigentlich für die Quote erforderlich wären. Diese Bewerber dürfen dann den Antrag auf das Residence Visa einreichen (Invitation to Apply). Nicht alle tun dies zwangsläufig, andere bekommen ihre Finanzierung am Ende doch nicht hin, natürlich gibt es auch Betrüger, denen die Behörde auf die Schliche kommt. Außerdem liegt die Ablehnungsrate der Behörde am Ende bei rund 40 Prozent.“

Skilled Migrant Kategorie

Hier treten die Neuerungen am 14. August 2017 in Kraft. Mit den schärferen Regulierungen wird sich einiges ändern, denn die Jobs werden bald nach dem Einkommen bewertet „Die Einwanderungsbehörde grenzt hier künftig ganz klar ab“, erklärt Peter Hahn. „Wer in seinem Job nicht genug verdient, hat keine Chance mehr einzuwandern!“ Die Skilled Migrant Kategorie basiert auf einem Punktesystem. Die derzeitige geforderte Punktezahl liegt bei hohen 160. Das ist neu:

  • Einführung der Mindestgehaltsgrenze von 48.859 NZD Jahresgehalt – wer darunter verdient, gilt nicht als Skilled Migrant und bekommt keine Residency
  • Gut bezahlte Jobs mit einem Jahresgehalt von 73.299 NZD, die momentan nicht als Skilled Employment gelten, bekommen auf der anderen Seite Zugang
  • Mehr qualifizierte Berufserfahrung und Postgraduate Qualifikationen geben mehr Punkte
  • Höhere Punktevergabe für Bewerber zwischen 30 und 39 Jahren
  • Es gibt dann keine Punkte mehr für Familienangehörige in Neuseeland, sowie Arbeitserfahrung und Qualifikationen in sogenannten Future Growth Areas

Die Mindestgehaltsgrenze wird vor allem viele Studenten aus China und Indien treffen, die nach dem Uniabschluss beispielsweise als Restaurantmanager anfangen zu arbeiten. Sie konnten bislang ohne Probleme auf dieser Basis einwandern. Das wird künftig durch ihren geringen Verdienst nicht mehr möglich sein. „Die meisten deutschen Kunden arbeiten in Jobs, die höher dotiert sind. Für sie wirkt sich die Änderung folglich eher positiv aus, weil viele Mitbewerber wegfallen. Und wenn sich die Quoten aufgrund einer drastisch niedrigeren Anzahl von Bewerbern nicht füllen lassen, könnte die Punktegrenze in Zukunft von den 160 Punkten auch wieder herabgesetzt werden.“

Essential Skills Work Visa

Hier werden derzeit drastische Änderungen debattiert, die an die Neuerungen der Skilled Migrant Kategorie angelehnt sind. Das Diskussionspapier besagt:

  • Higher Skilled: Wer 55.000 NZD pro Jahr oder mehr verdient und unter ANZSCO Skill Level 1 fällt, sowie noch kein Fünfjahresvisum hatte: bekommt ein Arbeitsvisum für 5 Jahre; es ist kein Skills Match Report nötig
  • Mid-Skilled: Wessen Job als ANZSCO Skill Level 1 gilt, er jedoch unter 55.000 NZD pro Jahr verdient ODER ANZSCO Skill Level 1 hat, 55.000 NZD und mehr verdient, jedoch schon ein Fünfjahresvisum hatte ODER in ANZSCO Skill Level 2 oder 3 eingestuft ist: bekommt ein Arbeitsvisum für 3 Jahre; es ist kein Skills Match Report nötig
  • Lower-Skilled: alle mit ANZSCO Skill Level 4 oder 5: bekommen ein Arbeitsvisum für 1 Jahr, ein Skills Match Report ist nötig

Die Skill Level sind im Diskussionspapier derzeit an jeweilige Verdienste/Stundenlöhne gekoppelt.

„Wir gehen davon aus, das dieses Proposal genau so oder sehr ähnlich wie es im Augenblick besteht, übernommen wird. Deshalb wir schon jetzt heftig in der Presse darüber diskutiert, ob deshalb beispielsweise das Essengehen in Neuseeland künftig teurer wird, wenn Restaurantbesitzer versuchen, ihrem Personal mehr Geld zu bezahlen. „Diese Entwicklung kann die Löhne im Allgemeinen anheben und so den Ruf Neuseelands als Billiglohnland verdrängen“, mutmaßt Peter Hahn. Mit dem Mindestlohn kann man in Neuseeland eigentlich ohnehin nicht leben. „In jedem Fall wird es für viele Studenten aus dem Ausland dann künftig keinen großen Anreiz mehr geben, in Neuseeland zu studieren, wenn sie auf dieser Basis nicht dauerhaft einwandern können.

Fazit: Entgegen vieler Gerüchte wird die Einwanderung in den kommenden Monaten nicht einfacher werden. Auch für Firmengründer und selbstständige Unternehmer wird es durch die bereits im Jahr 2014 verschärften Auflagen in der Entrepreneur Category immer schwieriger. „Dieser Weg ist tatsächlich nur in ganz wenigen Ausnahmen zu empfehlen!“, weiß Peter Hahn. „Die tatsächlichen Auswirkungen aller Änderungen werden wir in den nächsten Monaten genau beobachten. So etwas ändert sich nicht über Nacht. Doch die Weichen sind gestellt. Vermutlich werden sich in Zukunft die Herkunft der Einwanderer, wie auch die Gehälter in Neuseeland merklich verändern!“, resümiert der Einwanderungsberater Peter Hahn.

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