NewZealand Migration

 

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„Temporär ist temporär“: Work Visa sind keine Garantie für die Residency

Strengere Richtlinien in nahezu allen Visa-Kategorien – Immigration New Zealand kontrolliert die Zuwanderung und die Auswahl der Einwanderer künftig noch gezielter. Dennoch gab es mittlerweile aufgrund von Protesten aus der Wirtschaft leichte Nachbesserungen. Für viele Deutsche sind die strikteren Regulierungen jedoch häufig kaum von Belang.

„Wir versuchen gerade die Grätsche hinzubekommen, Neuseeländer ganz vorne anzustellen, wenn es um die Vergabe von Jobs geht. Dennoch wollen wir sicherstellen, dass unsere Regionen Zugriff auf ausländische temporäre Arbeiter haben, wenn es einen echten Mangel gibt“, erklärt der Immigrationsminister Michael Woodhouse in seiner neusten Pressemitteilung. Ab dem 28. August werden die neuen Regeln zu Work Visa in Kraft treten.

Viele Falschmeldungen und Gerüchte kursieren derzeit durch das Internet und die Presse: Wer weniger verdiene als 48.859 NZD bekomme kein Arbeitsvisum mehr. „Das ist natürlich Quatsch“, erklärt der langjährige Einwanderungsberater Peter Hahn. „Zum einen ist die Minimumverdienstgrenze aufgrund von großen Protesten und Einsprüchen der Farmer auf 41.538 NZD Bruttojahreseinkommen gesenkt worden. Zum anderen bedeutet es nicht automatisch, wer unter dieser Mindestgrenze verdient, bekommt kein Work Visa mehr!“, berichtigt Peter Hahn. „Wer unter dieser Grenze verdient, dessen Arbeitsplatz gilt nur als Lower-Skilled-Job. Dann treten zwei wichtige Punkte in Kraft:

  1. Der Arbeitgeber darf nur dann ausländische Kräfte einstellen, wenn er nachweisen kann, dass er keinen qualifizierten Neuseeländer für diese Stelle finden konnte. Natürlich muss der ausländische Arbeitnehmer auch die entsprechenden Qualifikationen nachweisen können.
  2. Das Work Visa wird dann nur für höchstens 3 Jahre vergeben. Anschließend muss die Arbeitskraft das Land wieder für mindestens 12 Monate verlassen, bevor ein neuer Antrag gestellt werden kann. Auch Familienangehörige können nicht mehr einfach mitgenommen werden und erhalten automatisch auch ein Arbeitsvisum. Beispielsweise Eheleute bekommen nicht automatisch ein Partnerschaftsvisum, sondern müssen aufgrund ihrer eigenen Fähigkeiten selbst ein Arbeitsvisum beantragen.

Wer dann ein Arbeitsvisum hat, bekommt nicht automatisch nach zwei Jahren die Residency“, macht der Neuseelandexperte noch einmal ganz deutlich. „Das ist wirklich ein Irrglaube, der immer noch in den Köpfen vieler Einwanderungsinteressierter herum geistert. Es gibt immer wieder Fälle von Ausländern, die schon viele Jahre mit einem Work Visa im Land leben und dieses bislang auch immer wieder verlängern konnten. Nach acht Jahren stellen sie einen erneuten Antrag, der dann abgelehnt wird. Dann fallen sie aus allen Wolken, weil sie ja schon so lange im Land leben, ihre Kinder hier zur Schule gehen und in ihrer eigentlichen Heimat nichts und niemand mehr auf sie wartet. Das ist natürlich bitter. Genau diese Tragödien möchte man jetzt verhindern und ganz klar die Message herausgeben: Work Visa sind temporär und temporär bedeutet folglich wirklich ein temporäres Aufenthaltsrecht!“

Peter Hahn macht jedoch in diesem Zug auch deutlich, dass die wenigsten seiner deutschen Kunden von der Einführung des Minimumverdienstes bei Work Visa betroffen sind. „Nahezu keiner meiner Kunden verdient auf diesem niedrigen Gehaltsniveau. Denn das sind herunter gerechnet rund 19 NZD Stundenlohn brutto. Damit kann man in Neuseeland nach deutschen Standards keine Familie ernähren!“ Typische Jobs und betroffene Personengruppen seien einfache Verwaltungsangestellte, Bedienstete in der Gastronomie, an Telefonhotlines oder Personen, welche die einfachsten Jobs in der Landwirtschaft ausführen, wie Zäune reparieren.

„Selbst ein junger Deutscher, der zunächst mit einem Working Holiday Visa ein Jahr durch Neuseeland tourt und bei einer Telefonhotline arbeitet, könnte sich rein theoretisch nach oben arbeiten. Nach Ablauf seines Jahres, müsste er ein sogenanntes Essential Skills Work Visa beantragen. Mit diesem könnte er sich dann erst zum Senior-Administrator und schließlich zum Manager hocharbeiten. Mit entsprechendem Gehalt gilt sein Job dann als Skilled Employment und damit könnte dann unter Umständen ein Residencyantrag gestellt werden. Aber das ist jetzt reine Theorie und in der Realität sehr individuell.“

Immer wieder verwechselt werden auch die Voraussetzungen für Work Visa und die Einwanderungsbedingungen in der Skilled Migrant Kategorie. Die Einführung der Mindestgehaltsgrenzen ist tatsächlich ähnlich aber bis zur tatsächlichen Einführung am 28. August 2017 ist nicht klar, ob auch die Minimumgrenzen beim Gehalt in der Skilled Migrant Category, an die Nachbesserung derer bei den Temporary Work Visa wieder nach unten verschoben werden. „Es ist gerade eine recht unsichere Zeit für alle, die mit dem Gedanken spielen, nach Neuseeland auszuwandern. Solange die Änderungen nicht schwarz-auf-weiß veröffentlicht sind, kann man nur spekulieren. Diese Planungsunsicherheit betrifft uns leider alle“, resümiert der Einwanderungsberater und wartet gebannt auf Ablauf der Frist am 28. August.

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