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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Hormonkur für den Kakapo Schlüssel zum Arterhalt?

Der Kakapo, ein nachtaktiver und flugunfähiger Papagei, der nur noch auf einigen kleinen Inseln vor Neuseelands Südinsel existiert, ist unmittelbar vom Aussterben bedroht. In den 1970er-Jahren fürchtete man bereits, er sei ausgestorben; dann wurden im Fiordland zwei isolierte Populationen entdeckt, von denen eine nur noch aus Männchen bestand.
Nach jahrzehntelangen Bemühungen stehen Naturschützer immer noch ratlos da: Weniger als 160 der plumpen, aber irgendwie niedlichen Vögel gibt es aktuell. Ein wichtiger Grund dafür ist die Unwilligkeit des Kakapo, sich fortzupflanzen (oder sich den richtigen Partner dafür zu suchen, wie der auf YouTube berühmt gewordene Versuch eines Männchens zeigte, das sich mit dem Kopf eines Biologen paaren wollte).

Auch wenn alles gut läuft, macht sich der Kakapo nur alle drei bis vier Jahre auf Partnersuche; immer dann, wenn bestimmte endemische Baumarten massenhaft Früchte und Samen produzieren. 2016 war eines dieser Mast-Jahre, in denen die Kakapo-Brutsaison so erfolgreich wie noch nie in den letzten 25 Jahren war.

Wissenschaftler glauben nun herausgefunden zu haben, dass der Bruterfolg des Kakapo (genau wie der des Kea und des Kaka, zwei weiteren neuseeländischen Papageienarten, die ebenfalls nur alle paar Jahre Eier legen) von pflanzlichen Hormonen abhängig ist, die er über diese Pflanzen aufnimmt.

Anders als zum Beispiel Hühner oder Menschen reagieren Papageien sehr empfindlich auf Östrogene. Sie besitzen spezielle genetische Rezeptoren, die das aus der Nahrung aufgenommene Hormon binden.

Steroid-ähnliche Komponenten in den Früchten könnten einen „trigger“ für den Brutbeginn der Vögel darstellen, die ansonsten nicht genug Östrogen produzieren, um ein befruchtungsfähiges Ei zu legen. Es ist bekannt, dass der Kakapo in Mast-Jahren die Früchte des Rimu-Baums und des Totara bevorzugt. Tatsächlich produzieren diese Spezies viel pflanzliches Östrogen.

Die Wissenschaftler bemühen sich nun herauszufinden, wie genau diese Bäume das pflanzliche Östrogen produzieren. Mit diesem Wissen könnte man dann im nächsten Schritt das Hormon synthetisch herstellen und damit den Fortpflanzungsbemühungen des kritisch bedrohten Kakapo einen Schubs geben.

(Jenny Menzel)

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