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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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SH 1 wird weiter repariert: Zwischenmeldung vom Ohau Point

Etwa zwei Stunden fährt man auf dem SH 1 von Kaikoura nach Norden, um zur Fähre auf die Nordinsel zu gelangen. Große Teile dieser Straßenverbindung waren durch das Erdbeben im November 2016 beschädigt worden. Das schwierigste Stück Arbeit haben die Bauarbeiter am Ohau Point, nur wenige Kilometer außerhalb von Kaikoura.

Wo früher Touristen nach Seebären Ausschau hielten und eben diese Meeressäuger ihre Jungen in einem sicheren „Kindergarten“ an einem Wasserfall zurückließen, während sie auf die Jagd nach Futter gingen, sah man in den vergangenen Monaten nur Schutt und Steine. Der Highway wand sich am Ohau Point um einen schmalen Felsvorsprung herum, eingezwängt zwischen einer steilen Felswand und dem Meer.

Nach dem massiven Erdrutsch, der mehr als 100.000 Kubikmeter Steine und Geröll von der Steilküste auf den Highway rutschen ließ, war von der Straße nichts mehr zu sehen (und vom Seebären-Kindergarten auch nicht). Das kritische Stück Straße, das für Reparaturteams extrem schwierig zu erreichen war, ist seit Dezember 2017 für den Verkehr wieder passierbar – aber nur tagsüber.

Nachts beleuchten helle Strahler am Ohau Point die Straßen- und Eisenbahnarbeiter, die weiter emsig beschäftigt sind.

Eine zehn Meter hohe Schutzmauer wird hier errichtet, die Straße und Bahngleise in Zukunft vor dem tosenden Meer schützen soll. Dabei wird auch das Straßenbett selbst angehoben. Die meisten Durchreisenden werden nicht bemerken, dass sich der Highway jede Nacht um 2,5 Zentimeter hebt.

Seit August 2017, als sich die Räumungsteams von Norden und Süden am Ohau Point getroffen haben, räumen sie hier den Schutt des Erdrutsches weg. Fünf Monate lang brachten Helikopter riesige Wasserladungen aus Kaikoura, mit denen lose Steine von den Felswänden zum kontrollierten Absturz gebracht wurden. Die schwereren Brocken wurden dann einzeln von Bergsteigern gelöst oder abgesprengt.

Um die Arbeiter am Boden vor neuen Erdrutschen zu schützen, brachten Kletterer danach ein 4.500 Quadratmeter großes Netz aus Stahlringen auf der oberen Hälfte des Berges an. Das größte Erdrutschgitter in Neuseeland wurde danach mit 9.000 Quadratmetern Maschendraht bedeckt, der auch die unteren Abschnitte der Felsen am Ohau Point sichert.

Die Arbeiten werden zusätzlich erschwert, weil am Ohau Point so wenig Platz ist. Raues Wetter und Regen machen es den Arbeitern immer wieder unmöglich, mit ihren Aufgaben voranzukommen.

Die fertige Straße wird dafür großartig aussehen. Auch dank eines 231-Millionen-Dollar-Verbesserungspakets der Regierung wird es einen Parkplatz nördlich der Felsenkurve geben, der Highway wird breiter sein als zuvor und Haltebuchten für sichere Fotostopps bieten. Ein getrennter Rad- und Fußgängerweg ist ebenfalls geplant.

(Jenny Menzel)

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