Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Historisches Treffen auf See in Neuseeland

Neuseeland ist stolz auf sein Seefahrer-Erbe und sein Image als eine der Top-Segeldestinationen weltweit. Im Februar 2018 werden zwei Segel-Abenteurer, die gegensätzlicher nicht sein könnten, Geschichte schreiben, wenn sie sich in neuseeländischen Gewässern bei zwei sehr verschiedenen Anlässen treffen.

An entgegengesetzten Enden der Nordinsel werden am selben Wochenende zwei Flotten von Segelbooten in den Hafen einfahren, die tausende Jahre getrennt sind in Aussehen und Bedienung.

Zur Morgendämmerung am 23. Februar wird sich eine Flotte von mehr als 50 „waka“, Kriegskanus der Maori, im Wellington Harbour versammeln. Sie markieren damit die Eröffnung des Zealand Festival, des größten internationalen Kunstfestivals.

650 Kilometer weiter nördlich wird man zur gleichen Zeit in Auckland, der „city of sails“, die Ankunft der Teilnehmer des Volvo Ocean Race vorbereiten. Die führenden Yachten werden etwa am 24 Februar an der Küste Neuseelands erwartet. 

Die Schiffe könnten nicht verschiedener sein: Während die handgeschnitzten hölzernen Kanus der Maori durch traditionelle Methoden, mit Hilfe der Sterne und der Kraft der Natur wie Wind und Wellen navigiert werden, sind die Yachten des Volvo Ocean Race hochtechnische, ultramoderne Karbonfiber-Rennboote, die mit Satellitennavigation die Weltmeere auf Rekordjagd durchpflügen.

Trotzdem haben die Boote und die Segler etwas gemeinsam: den typischen Kiwi-Erfindungsgeist und eine Abenteuerlust, die aus der geografischen Nähe zum Meer erwächst. Neuseeland hat fast 16.000 Kilometer Küstenlinie, nirgends ist man weit vom Wasser entfernt.

Schon vor tausend Jahren überquerten die ersten Menschen in Neuseeland, die Polynesier, den unbekannten Ozean auf der Suche nach neuem Land. Seitdem ist das Segeln ein großer Teil der neuseeländischen Kultur geblieben. Das fünftägige Wellingtoner Festival „Waka Odyssey“ ehrt den berühmten Pazifik-Entdecker Kupe und feiert das geteilte Erbe von Pazifik-Insulanern und Neuseeländern.

Zehntausende Gäste werden an Wellingtons Waterfront erwartet, um die Ankunft der „waka“-Flotte zu begrüßen. Zu den Booten gehören hochseegängige „waka hourua“, große Kriegskanus („waka taua“) und eine Flotte von kleinen, wendigen „waka ama“.  Neben der spektakulären Eröffnung durch die große Flotilla im Hafen wird an Land ein „haka“ mit 1.000 Teilnehmern aufgeführt – Chöre und „kapa haka“-Gruppen begrüßen damit die ankommenden Segler.

Die Teams des Volvo Ocean Race werden ebenfalls einen Eindruck neuseeländischer Kultur bekommen; auch sie werden in Auckland von „kapa haka“-Gruppen begrüßt. Auckland ist zum zehnten Mal eine der Gastgeberstädte während des einjährigen Weltumseglungs-Rennens, bei dem sieben Mannschaften konkurrieren. Die Pause in Neuseeland ist die längste des Rennens und soll den Teams Zeit geben, ihre Boote zu überholen und sich auf die anstrengende Etappe über den Pazifik nach Brasilien vorzubereiten.

Hier können sich die Segler zu Hause fühlen; Neuseeland gilt für viele als geistige Heimat des Ocean Race und mehr als 350 Neuseeländer haben seit 1977 an dieser Regatta teilgenommen.

(Jenny Menzel)

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