Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Neue Albatros-VIPs im Internet

Eine neue Albatros-Familie spielt die Hauptrolle in der Live-Übertragung der „Royal cam“ am Pukekura/Taiaroa Head auf der Otago Peninsula bei Dunedin.

„Wo“ und „Go“, Albatros-Weibchen und -Männchen, sind seit dem Jahr 2015 ein Paar. Kürzlich haben die beiden ein weibliches Küken bekommen – aber nicht auf die traditionelle Art.

Das Ei war von einer anderen Albatros-Familie verlassen worden. Weil das eigene Küken von Wo und Go bereits als Embryo in der Eischale gestorben war, nahmen die beiden das neue Ei dankbar an.

Wer bereits im letzten Jahr die „Royal cam“ geschaut hat, der konnte Wo und Go schon damals beim Nestbau beobachten. Ihr Küken T?manako hatte sich kurz zuvor von der Klippe gestürzt und auf den langen Flug gemacht, der junge Albatrosse mehrere Jahre lang um die Welt trägt, bevor sie zum ersten Mal brüten.

Das Kabel der Webcam reicht gerade weit genug, um das neue Nest von Wo und Go zu zeigen, in dem sie ihr neues Küken aufziehen. Im Januar ist das Adoptiv-Küken geschlüpft und erfreut sich bester Gesundheit.

Nach einem Sommer, der so lang und heiß war wie der vergangene, ist das für Albatrosse keine Selbstverständlichkeit, erklärt Nicola Toko, Botschafter des DOC für bedrohte Arten.

Die Aufzuchtbemühungen von Albatrossen und DOC-Rangern am Taiaroa Head werden schon eine Weile mit Hilfe einer Webcam beobachtet und aufgezeichnet. Nachdem ein Elternvogel im Februar vor laufender Kamera sein gerade geschlüpftes Küken attackiert und getötet hatte, war man zunächst unsicher, ob das Projekt fortgeführt werden sollte.

Aggressives Verhalten von erwachsenen und jugendlichen Vögeln gegenüber jungen Albatrossen ist nicht unbekannt, aber selten. Das DOC ist unsicher, was die tödliche Attacke ausgelöst haben kann.

Sicher ist jedoch, dass mit der Zunahme von Extremwetterlagen durch den Klimawandel das Leben jedes einzelnen Albatros-Jungtiers wertvoller wird. Jeder Tod ist kritisch für das Überleben der Gesamtpopulation.

Die ungewöhnlich hohen Temperaturen der Sommermonate haben viele Albatros-Küken noch in den Eiern getötet. In der Kolonie am Taiaroa Head leben derzeit nur 14 Küken, während es in den Jahren zuvor 26 bzw. 23 Jungtiere waren.

Das DOC steht nun vor noch größeren Herausforderungen, um den Artenschutz auf der Otago Peninsula zu organisieren. Maßnahmen und Routinen werden Anpassungen brauchen, um den zusätzlichen Herausforderungen zu begegnen.

Das neue Star-Küken der „Royal cam“ sieht immerhin gut aus: Die kleine Dame wiegt nun über 3 kg und ist damit aus dem Gröbsten heraus. Trotzdem wird sie noch von ihren Adoptiveltern Wo und Go beschützt und überwacht.
Eifrige Zuschauer der „Royal cam“ können ihr mit Glück beim ersten Start in die Lüfte zuschauen.

-> Hier geht es zur „Royal cam“

(Jenny Menzel)

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