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One Tree Hill in Auckland wird autofrei

Der Gipfel („tihi“) des berühmten One Tree Hill/Maungakiekie in Auckland wird ab Mai 2018 permanent für alle Motorfahrzeuge gesperrt, einschließlich Motorrädern und -Rollern.

Die einzigen Ausnahmen gelten für gehbehinderte Personen, die nicht zum Gipfel laufen können; sie oder ihre Fahrer können einen Zugangscode für das Tor erwerben, der für den Tag ihres Besuchs gilt.

Alle, die den Aufstieg zum Gipfel selbst schaffen, parken in Zukunft nahe dem Beginn der Summit Road. Der Zugang für Fußgänger durch den Cornwall Park bleibt unverändert offen.

Die Änderung wurde bereits Anfang März 2018 angekündigt und tritt nun in Kraft, nachdem die Parkmöglichkeiten und das Tor an der Summit Road fertiggestellt sind.

Nach Auskunft der T?puna Maunga Authority geht es bei der Neuerung nicht um eine Einschränkung für Besucher, sondern vielmehr darum, den Zugang mit mehr Respekt für die Bedeutung des Ortes zu ermöglichen.

Die 360-Grad-Rundumsicht vom One Tree Hill sind für die meisten der Grund ihres Besuchs. Diese Aussicht wird durch das Autoverbot noch verbessert; Fußgänger können bereits während des Aufstiegs mit mehr Muße ihre Umgebung betrachten, über die historische Bedeutung des Ortes nachdenken und so ein intensiveres Erlebnis genießen.

Genau das passierte, als im Jahr 2016 der Autoverkehr auf einem anderen Vulkangipfel in Auckland, dem Mount Eden/Maungawhau, eingestellt wurde; und so soll es in Zukunft auch auf dem One Tree Hill sein.

Die erloschenen Vulkane rund um Auckland („maunga“) waren Stätten für die bedeutendsten Maori-Festungsanlagen („pa“). Etwa 1.000 Jahre lang behaupteten sich hier die Nga Mana Whenua o Tamaki Makaurau mit dem größten Netzwerk von befestigten Siedlungen im ganzen Pazifikraum.

One Tree Hill/Maungakiekie war einer der größten „pa“ in der Region. Heute findet man hier die am besten erhaltenen Zeugnisse aus der Frühzeit der Maori-Besiedlung, in Form der Terrassen und Gruben, die für Wohnhäuser, Felder und Verteidigungsanlagen geschaffen wurden.

Ihre historische Bedeutung und die kulturelle Verbindung zwischen Land und Menschen, die bis heute anhält, macht die vulkanische Landschaft von Auckland einzigartig auf der Welt. Deshalb stehen die Hügel von Auckland an der Spitze der neuseeländischen Anträge auf den Status von Weltkulturerbestätten.

Ein weiterer Grund für das Autoverbot auf dem One Tree Hill war ein ganz praktischer: Die Maungakiekie Summit Road ist stellenweise sehr eng und gilt als eine der unsichersten Straßen in Auckland; hier teilen sich Autos, Fußgänger und Radfahrer eine einzige Fahrspur und es kommt oft zu Beinahe-Zusammenstößen.

Nach dem One Tree Hill sollen weitere vulkanische Gipfel autofrei werden: Mount Victoria wurde im März 2018 gesperrt und die Ringstraße um den Mount Roskill wurde entfernt und neu begrünt. Noch in diesem Jahr sollen Maungarei/Mount Wellington und Owairaka/Mount Albert folgen.

(Jenny Menzel)

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