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Neuer Standard für neuseeländischen Manuka-Honig

Touristen aus dem Ausland kaufen den begehrten Manuka-Honig und nehmen ihn mit nach Hause – und immer mehr von ihnen tun das gleich kofferweise.

Die Hersteller von neuseeländischem Manuka-Honig setzt das unter Druck: Sie denken nun darüber nach, ebenfalls die strengen, wissenschaftlich fundierten Grenzwerte in ihren lokal verkauften Honigen nachzuweisen, wie es für den Export produzierter Manuka-Honig bereits tun muss.

Über die Echtheit und die medizinische Wirksamkeit von neuseeländischem Manuka-Honig bestehen nämlich immer häufiger Zweifel; angesichts der enorm hohen Preise, die für diesen „Wunderhonig“ inzwischen verlangt werden, und der wirtschaftlichen Bedeutung der Honig-Industrie ist das für das neuseeländische Wirtschaftsministerium eine drängende Angelegenheit.

Das Ministerium hat eine wissenschaftliche Definition entwickelt, mit der die Echtheit von Manuka-Honig nachgewiesen werden kann. Seit Februar 2018 muss jedes Töpfchen von exportiertem Manuka-Honig diesen Test bestehen. Das gilt aber nicht für Manuka-Honig, der innerhalb Neuseelands verkauft wird.

Bei einem Treffen mit Vertretern der Honig-Branche in Nelson wurde deutlich, dass wesentlich mehr Manuka-Honig über den Nicht-Exportweg ins Ausland gelangt, als bisher gedacht wurde. Es ist vergleichsweise einfach, Honig per Post nach Übersee zu verschicken oder ihn im Reisegepäck mitzunehmen.

Ein wissenschaftlicher Standard für den Verkauf im Inland wird von den Honigproduzenten begrüßt; er würde auch neuseeländischen Kunden zugute kommen, die bisher nicht wissen können, ob ihr Manuka-Honig echt ist.

Dieser Standard sollte allerdings weniger streng sein als der für Export-Honig. Hobby-Imker, die sich die hohe Gebühr für die international geforderten Tests nicht leisten können, würden ansonsten aus dem Geschäft gedrängt werden, befürchten die Interessenverbände der Imker.

Ein einzelner Test nach dem gültigen internationalen Standard kostet derzeit etwa 190 NZD; für Großexporteure kommen damit Beträge von über 11 000 NZD pro Jahr zusammen. Ein Hobby-Imker, der seinen Manuka-Honig über TradeMe oder auf dem Farmers Market verkaufen will, kann sich das nicht leisten.

Im Moment gibt es nur zwei Labore in Neuseeland, die für die Durchführung des Tests zertifiziert sind. Mehr zugelassene Testlabore könnten die Preise für die einzelnen Tests langfristig senken. Die nötige Ausrüstung und die Zertifizierung sind aber so teuer, dass die Honigproduzenten selbst auch in Zukunft kaum selbst ihre Tests durchführen können.

Mitte September soll ein Antrag an die Regierung gestellt werden, die bestehenden Regeln zur Zertifizierung von Manuka-Honig zu ändern. Bis dahin gilt für Touristen: Manuka-Honig, den man innerhalb Neuseelands kauft, kann viel günstiger sein als im Ausland – dafür besteht keine Garantie, dass er medizinisch wirksam ist.

(Jenny Menzel)

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