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Wellingtons Strände werden autofrei

Der Regionalrat von Wellington hat das Verbot einer bei Neuseeländern extrem beliebten Freizeitaktivität angekündigt: Zukünftig sollen keine Fahrzeuge mehr auf den breiten Sandstränden rund um die Hauptstadt Neuseelands fahren dürfen.

Viele Küstengebiete in der Region Greater Wellington sind Heimat für geschützte Tier- und Pflanzenarten, andere sind als archäologische Stätten klassifiziert oder haben spirituelle Bedeutung für die Maori („mana whenua“). Dazu gehören beliebte Strände wie die Südküste von Wellington, Paraparaumu Beach, Porirua Harbour, die Lagune von Castlepoint, Riversdale Beach und der Wellington Harbour.

Bereits 2015 wurde der Natural Resources Plan des Regionalrats verabschiedet, unter dem das Befahren geschützter Strände nur eingeschränkt erlaubt ist. Da der Plan aber bisher noch ein Entwurf war und auf die endgültige Verabschiedung wartete, wurde das Verbot nie streng durchgesetzt.

Das wird sich nun ändern. Sobald der Plan offiziell gültig ist, wird der Regionalrat die Anwohner der Strände und von ganz Wellington informieren und die Regeln umsetzen.

Der abgelegene Leuchtturm von Castlepoint an der Ostküste Wairarapas steht an einem der Strände, wo die Bevölkerung mit dem neuen Verbot gar nicht einverstanden ist. An schönen Tagen fahren bis zu 200 Pick-ups und Autos auf dem harten Sand rund um die Lagune. Ausflügler, Familien, Angler, Surfer und Schwimmer teilen sich den Strand, und die Gemeinde von Castlepoint möchte, dass das so bleibt.

Sie fühlen sich von dem „Gießkannenverbot“ des Regionalrats unfair behandelt. Wenn man in Castlepoint nicht mehr auf den Strand fahren kann, würde das den Lebensstil sehr vieler Menschen stark einschränken. Auf dem Parkplatz am ortszugewandten Ende des Strandes finden nur 32 Fahrzeuge Platz; an Sommertagen wurden jedoch bis zu 210 Autos gezählt, die auf dem Strand parken.

Unter dem neuen Verbot dürfte keines dieser Fahrzeuge dort parken; sie hätten aber auch anderswo keinen Platz.

Mehr als einen Kilometer zum Strand zu laufen und dabei ein Surfbrett, eine Angelausrüstung oder einen Picknickkorb zu tragen, finden viele Anwohner unzumutbar. Der Castlepoint Fishing Club befürchtet, dass sein jährlich ausgetragener Wettbewerb durch das Fahrverbot komplett zerstört würde.

Geschützte Pflanzen und Tiere würden auf dem harten Sand unterhalb der Flutlinie, wo die Autos bisher fahren, gar nicht vorkommen – sie könnten also auch nicht beschädigt werden. Selbst die ansässigen Maori sind der Meinung, dass alles beim Alten bleiben solle.

Der Regionalrat von Wellington zeigt sich unbeeindruckt von den Argumenten und wird die Beschwerde der Castlepoint-Anwohner aus ökologischen und spirituellen Gründen ablehnen. Nichtsdestotrotz soll versucht werden, die Parksituation an der Castlepoint Lagoon zu verbessern.

Weitere naturgeschützte Strände rund um Wellington:

  • Lake Onoke
  • Makara Estuary
  • die Mündung des Otaki River
  • Paraparaumu Beach
  • die Küste von Pencarrow 
  • Pukerua Bay
  • Riversdale Beach
  • Te Awarua-o-Porirua Harbour
  • Waikanae Estuary
  • Wellingtons Südküste von Sinclair Head/Te Rimurapa bis Owhiro Bay
  • mehrere Stellen innerhalb des Wellington Harbour

 

(Jenny Menzel)

Bild-Credit: Aidan/CC 2.0

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