Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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Robbe ohrfeigt Kajakfahrer mit Tintenfisch

Ein Kajakfahrer in Neuseeland hat sich hautnah mit den Meerestieren der Region angelegt. Während er friedlich paddelte, tauchte plötzlich eine Robbe auf und schlug ihm mit einem Oktopus ziemlich hart ins Gesicht.

Im Zeitalter der „Fake News“ könnte man dies tatsächlich für eine Falschmeldung halten.

Doch der „geschundene“ Kajakfahrer hat das Videomaterial, um seine Geschichte zu beweisen, denn eine GoPro-Kamera am Boot fing das gesamte, ziemlich bizarre Erlebnis ein.

(-> Hier ist das ganze Video)

„Kumpel, was ist hier gerade passiert?“

In dem Video, das der professionelle GoPro-Filmer auf Instagram gepostet hat, sieht man, wie die Robbe direkt neben seinem Kajak auftaucht. Im Maul hat sie einen recht stattlichen Oktopus, den sie kräftig hin- und herschüttelt – so heftig, dass auch Kyle Mulinder im Boot eine Handvoll abbekommt.

„Ich konnte all die harten Teile des Oktopus auf meinem Gesicht spüren“, sagte Mulinder später dem Sender Channel 7. Es sei aber alles wahnsinnig schnell gegangen. Danach habe er seine Freunde gefragt: „Kumpel, was ist hier gerade passiert?“

Nahrungsreiche Region

Der höchst ungewöhnliche Vorfall ereignete sich vor der Küste von Kaikoura auf der Südinsel Neuseelands. Die Region ist berühmt für ihr vielfältiges maritimes Leben, das vom Kaikoura Canyon angezogen wird. Diese über 1600 Meter tiefe Schlucht gehört zu einer Reihe von Schluchten, die Wale auf ihrem Weg zwischen Futter- und Brutstätten heimsuchen.

Warme Strömungen aus den Tropen kollidieren hier mit nährstoffreichen, kalten Strömen aus der Antarktis. Die nahrungsreiche Region zieht zahlreiche Fische und Seevögel an und auch größere Tiere wie Robben, Delfine, Haie und Wale besuchen die Region.

Erdbeben löste Unterwasser-Erdrutsch aus

2016 verursachte ein Erdbeben allerdings einen massiven Unterwasser-Erdrutsch, bei dem viele Meerestiere getötet wurden. Wissenschaftler äußerten damals Bedenken, dass der Lärm des Bebens gepaart mit dem Erdrutsch vor allem das Verhalten der Wale in der Region beeinflussen könnte oder sie die Region meiden könnten. Doch Touristenboote, die zur Walbeobachtung hinausfuhren, meldeten bereits wenige Tage nach dem Beben, dass sie wieder Wale gesichtet hatten.

Das Beben der Stärke 7,8 auf der Richterskala rückte damals die neuseeländische Nord- und Südinsel zwei Meter näher zusammen. Es riss ganze Straßen auseinander und löste über 100.000 Erdrutsche aus, die Straßen und Eisenbahnlinien verschütteten und Flüsse blockierten.

Durch die Anhebung des Meeresbodens wurden damals auch etliche Meerestiere aus ihrem nassen Zuhause ins Trockene katapultiert, darunter Millionen Paua, eine Meeresschneckenart, die sich an den Felsen unter Wasser festklammert. Sie waren nach dem Beben oberhalb der Wasserlinie und die Sonne drohte sie auszutrocknen.

Mike Vincent, ein Neuseeländer, der seit er 14 Jahre alt ist in Kaikoura Urlaub gemacht hatte, stellte damals einen Generalstabsplan auf und rettete zusammen mit anderen Freiwilligen so viele Paua und andere gestrandete Meerestiere wie nur möglich.

(Barbara Barkhausen)

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