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Ein neuer Zauberer in Neuseeland? Zauberlehrling übt in Auckland

Doug Robertson trägt einen spitzen Hut, eine Robe und einen mannshohen Zauberstab – und zwar das ganze Jahr über, nicht nur zu Halloween. Der 25-Jährige ist derzeit in der Ausbildung zum Zauberlehrling – und der erste Schritt dabei ist das Tragen des Zauberer-Outfits in der Öffentlichkeit.

Seit seinem 20. Lebensjahr weiß Doug, dass er Zauberer werden will – ein richtiger, kein Magier oder Taschenspieler.
Vor sechs Monaten wurde der ausgebildete Musiker dann ein offizieller Auszubildender beim “Wizard of New Zealand”, der in Christchurch seit den 1970er-Jahren seine Künste praktiziert und im ganzen Land berühmt ist.

Doug hat sich bereits daran gewöhnt, dass ihm Kinder auf der Straße hinterherrufen, wenn er in seiner langen schwarzen Robe im Stadtteil Stonefields spazieren geht. Die meisten verwechseln ihn zuerst mit Harry Potter, aber inzwischen ist Doug schon eine bekannte Figur; Leute halten an, um sich mit ihm über philosophische Themen und natürlich über Zauberei zu unterhalten.

Mit 25 Jahren ist Doug der jüngste Zauberlehrling in Neuseeland, aber beileibe nicht der einzige. Insgesamt durchlaufen im Moment sechs junge Männer ihre Ausbildung beim “Wizard of New Zealand”. Vier leben auf der Südinsel, einer macht ein Fernstudium von Virginia/USA aus.

Doug Robertson war schon als Kind fasziniert von Religion und Mythology. Als er von Auckland nach Christchurch zog, um dort die Highschool zu besuchen, traf der den “Wizard of New Zealand” zum ersten Mal. Sie blieben in Kontakt, während Doug einen Abschluss in Musikwissenschaften an der Universität von Auckland machte und eine Karriere als Profi-Musiker anstrebte.

Aber dann beschloss Doug, Ernst zu machen mit seiner Passion und bewarb sich offiziell als Zauberlehrling. Für die Ausbildung zum Zauberer gibt es keinen festen Lehrplan. Magier bilden sich auf vielen Gebieten, darunter Psychologie, Soziologie und Philosophie. Und natürlich sollen sie auch ihre eigenen Ideen entwickeln.

Ari Freeman, der bereits den Titel des Hilfszauberers führt, betont, ihre Gruppe sei kein Kult oder so etwas. Jeder Zauberer müsse allein in die Welt hinausgehen und dort seinen eigenen Weg finden.

Seit November 2018 sind Doug Robertson und Ari Freeman auf den Straßen von Auckland unterwegs. Sie musizieren, zaubern und stehen Passanten jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung.

Doug Robertson möchte seinem großen Vorbild folgen und ein lebendes Kunstwerk werden wie der „Wizard of New Zealand“. Trotzdem ist es ihm wichtig, nicht den Spaß aus den Augen zu verlieren – der steht für ihn im Zentrum der Zauberei.

Sein Ziel: den Menschen Freude zu bereiten und sie dadurch von innen zu motivieren.

(Jenny Menzel)

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