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Piha Beach Motor Camp muss wahrscheinlich schließen

Einer der beliebtesten Campingplätze im Umland von Auckland droht von den Behörden geschlossen zu werden. Der Grund: Nach den heftigen Überschwemmungen, die das Piha Beach Motor Camp im Februar und im April 2018 überraschten, wurde nun ein Untersuchungsbericht erstellt.

Er stuft weitere Flutkatastrophen dieser Art als potenziell lebensgefährlich für Campinggäste ein.

Das nahegelegene Piha Mill Camp hat seine Pforten nach der Überflutung bereits dauerhaft geschlossen. Sollte auch das Piha Beach Motor Camp schließen müssen, gäbe es keine Möglichkeit mehr, in der Nähe des unter Surfern berühmten Piha Beach im Zelt oder im Wohnmobil zu übernachten.

Die Gemeinde von Piha zeigte sich von den Ergebnissen des Untersuchungsberichts tief betroffen. Nicht nur, weil man nun befürchtet, dass nur noch wohlhabendere Touristen in Piha Unterkunft finden werden; das Angebot an Airbnb-Unterkünften in Piha liegt eher im hochpreisigen Segment.

Das Piha Beach Motor Camp existiert hier bereits seit Jahrzehnten und ist Teil des Gemeinschaftslebens. Fiona Anderson, die den Campingplatz seit 19 Jahren verwaltet, wird den Platz ab April 2019 wegen des Berichts nicht mehr versichern können. „Die Gesundheits- und Sicherheitsregelungen haben oberste Priorität. Sollte eine erneute Überschwemmung jemanden schädigen oder gar töten, kann und werde ich nicht die Verantwortung dafür übernehmen“, sagt die Managerin. „Und ich kann auch nicht für die Bergung von 40 herumschwimmenden Wohnanhängern bezahlen“, ergänzt sie.

Fiona hat keine Wahl, als die Cabins und auf dem Gelände stehenden Wohnanhänger zu entfernen – von denen einige bereits Generationen von Urlaubern aus Auckland beherbergt haben. „Wir haben so eine lange Geschichte erlebt. Es gab Hochzeiten, Scheidungen, Kinder und Todesfälle bei unseren Gästen. Aber jetzt ist es vorbei.“

Nachdem die festen Gebäude vom Gelände entfernt wurden, darf das Gelände noch ein Jahr lang mit dem bestehenden Pachtvertrag genutzt werden. In dieser Zeit soll entschieden werden, ob das Geschäft sich auch ohne die festen Gebäude weiterführen lässt. Bisher ist nicht klar, ob nach dem 1. April 2019 überhaupt Zelte aufgestellt werden dürfen.

Auch Fionas eigenes Haus befindet sich auf dem Gelände des Piha Beach Motor Camp. Die rührige Frau ist fest in das Leben der Gemeinde eingebunden; neben dem Campingplatz organisiert sie die lokale Rettungsassistenz und engagiert sich in der Wohlfahrtsorganisation RSA für Kriegsveteranen.

Fiona und ihre Campsite werden von den Einwohnern von Piha genauso unterstützt wie von Stamm-Campinggästen. Viele von ihnen schieben die Schuld dem Gemeinderat von Auckland zu und beschuldigen die Behörden, bei der Gefahrenbewertung übertrieben zu haben. Andere schimpfen auf die Straßenbaubehörde, deren Bauarbeiten zu viel Wasser in den Fluss leiten würden und die das Flussbett nicht ordentlich instandhalten würden.

In den nächsten Wochen wird der Untersuchungsbericht von einer unabhängigen Stelle erneut bewertet. Bis dahin heißt es Daumen drücken für das Piha Beach Motor Camp!

(Jenny Menzel)

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