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Biogemüse für Christchurch - aus Christchurch

Bailey Peryman hat eine Mission: Er will die Einwohner und Besucher von Christchurch mit hochwertigem Biogemüse und -obst versorgen, das mitten im Stadtzentrum wachsen soll – mit der Unterstützung von sozial benachteiligten Jugendlichen.

Gemeinsam mit der Sozialarbeiterin Fiona Stewart hat Peryman im Jahr 2015 das Unternehmen „Cultivate Christchurch“ gegründet. Auf einer der vielen brachliegenden Flächen im Zentrum, die seit dem Erdbeben 2011 ungenutzt waren, bauen die beiden seitdem Biogemüse an.

Mit den Erzeugnissen ihrer Ernte an der Ecke Manchester und Peterborough Street versorgen sie bereits einige umliegende Restaurants und Cafés.

Dank ihres wirtschaftlichen Erfolgs brauchten die beiden eine größere Anbaufläche. Die gibt es zum Glück bald: Anfang 2019 soll der neue „Riverside Farmers Market“ am westlichen Rand des neu errichteten „Guthrie Centre“ eröffnet werden, das beim Erdbeben 2011 zerstört wurde. Auf dem Gelände war danach ziemlich schnell die „Re:START Mall“ eröffnet worden, um das Stadtzentrum von Christchurch wieder zu beleben. Seit 2017 sind die beliebten, aber nur für eine zeitweilige Nutzung konzipierten bunten Container wieder verschwunden.

Der neue Riverside Farmers Market, der direkt an das „Guthrie Centre“ angrenzen wird, soll einen überdachten Bauernmarkt ermöglichen und gleichzeitig eine Markthalle mit Anbietern internationaler Spezialitäten, kleinen Imbissen und Cafés, Modeboutiquen und Büros sein.

Peryman ist ausgebildeter Ökologe und hat sein ganzes Leben in und um Christchurch verbracht. Von dem neuen Gebäude für den Farmers Market ist er begeistert, denn nun kann er sein Projekt noch besser bekannt machen. „Die Leute lieben frische Produkte, sie verbinden den Geruch und den Geschmack mit Kindheitserinnerungen. Gute Nahrungsmittel haben wirklich Macht, sie können Menschen glücklich machen“, erzählt Peryman begeistert.

Mit seinem Unternehmen will der Ökologe aber noch mehr erreichen, als seine Mitmenschen mit lokal erzeugtem Biogemüse zu versorgen. „Cultivate Christchurch“ hat ein spezielles Programm aufgesetzt, um das Leben von benachteiligten Jugendlichen zu verbessern: Peryman und Stewart bieten Praktika und Ausbildungsstellen für arbeitslose Jugendliche an, die aus sehr armen Familien stammen und teilweise nicht einmal einen Schulabschluss haben. „Die positiven Auswirkungen und die Veränderung, die mit diesen jungen Menschen vor sich geht, ist bemerkenswert. Wenn sie gemeinsam Seite an Seite draußen arbeiten, fühlen sie, dass sie Teil von etwas Größerem sind. Das beeinflusst sie sehr“, berichten die Firmengründer.

Die Ergebnisse ihres Ausbildungsprogramms sprechen für sich selbst: 60 Prozent der ausgebildeten Jugendlichen haben danach andere Arbeitsstellen gefunden, eine weitere Ausbildung oder ein Studium aufgenommen. 40 Prozent bleiben auch nach ihrer Ausbildung weiterhin in Kontakt mit dem Team von „Cultivate Christchurch“.

Neben seiner ursprünglichen 3000 Quadratmeter großen Farm im Stadtzentrum betreibt „Cultivate Christchurch“ inzwischen drei weitere Flächen in der Stadt und eine Kompost-Zweigstelle. Dort werden die Grün-Abfälle des Unternehmens gesammelt, kompostiert und schließlich wieder auf den Anbauflächen eingesetzt.

Peryman will sein Unternehmen gern weiter wachsen lassen: In der „Red Zone“ am Ufer des Flusses Avon hat er eine 80 Hektar große Fläche gefunden, die ideal für eine „urban farm“ wäre: Nahe an den Menschen, die mit den Erzeugnissen versorgt werden sollen, groß genug für weitere Projekte wie Weiterbildungsprogramme für Selbstversorger.

Wer dem Unternehmen die Daumen drücken will, tut das am besten auf dem Riverside Farmers Market – dort verkauft „Cultivate Christchurch“ regelmäßig seine Bioprodukte.

(Jenny Menzel)

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