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Fünf phänomenale Fjorde in Neuseelands Fiordland

Um spektakuläre Fjorde zu sehen, kann man natürlich nach Norwegen und Island fahren. Aber auch Neuseeland bietet in der abgelegenen Region Fiordland eine Menge beeindruckender Fjorde: ein Naturwunder, das als UNESCO-Weltnaturerbe geschützt ist.

Der Fiordland National Park an der West Coast beherbergt einige der schönsten Fjorde der Welt, geformt vor etwa zehntausend Jahren durch riesige Gletscher.

Anders als in Nordeuropa sind die tief eingeschnittenen Täler in Neuseeland als “Sounds” bekannt, und statt „Fjord“ schreibt man hier „Fiord“. Einige von ihnen liegen nur wenige Stunden Fahrt von touristischen Zentren entfernt, manche kann man sogar auf einer Stippvisite mit dem Helikopter besuchen.

Milford Sound

Rudyard Kipling beschrieb den Milford Sound als das Achte Weltwunder. Die Maori kannten den Fiord schon lange zuvor. Vor mehr als 1000 Jahren suchten sie schon in der Umgebung nach Jade („pounamu“).

Dieser 16 km lange Einschnitt am nördlichen Ende des Fiordland National Park, der auf die Tasman Sea hinausführt, bietet auch heute noch eine magische Erfahrung für Besucher mit seinen dramatischen Bergen, die fast 1700 Meter senkrecht aus dem tintenblauen Wasser des Sound aufragen, den donnernden Wasserfällen und den dicht bewaldeten Ufern.

Milford Sound ist der einzige von Neuseelands Fiorden, der mit dem Auto erreicht werden kann. Er ist ca. 4 bis 5 Stunden Fahrt von Queenstown oder 2 Stunden von Te Anau entfernt. Auf dem Sound kann man einen Tagestrip oder eine Übernachtfahrt buchen, sich im Kajak führen lassen, angeln oder tauchen gehen.

Doubtful Sound

An einem Regentag (und von denen gibt es viele) rauscht der Doubtful Sound von hunderten Wasserfällen, die sich über seine buschbedeckten Klippen ergießen. Bei schönem Wetter glitzert die Sonne auf dem stillen Wasser des Sounds. Im Vergleich zu seinem Nachbarn ist der Doubtful Sound riesig: Seine drei Arme reichen 40 km bis zum Ozean, und die tiefste Stelle misst 420 Meter.

Um hinzukommen, muss man den Lake Manapouri überqueren und dann mit einem Shuttlebus den 670 Meter hohen Wilmot Pass überwinden. Die Mühen der Anfahrt lohnen sich, spätestens wenn man von einer Schule von Flaschennasen-Delfinen begrüßt wird.

Touren zum Doubtful Sound starten in Manapouri, 2 Stunden Fahrt von Queenstown oder 20 Minuten von Te Anau entfernt. Insgesamt dauert ein Ausflug über acht Stunden, eine Übernacht-Tour ist daher empfehlenswert.

Dusky Sound

“Tamatea” bietet eine der ursprünglichsten Erfahrungen, die man in Neuseeland heutzutage noch machen kann: Seine geografische Isolation hat hier die Natur nahezu intakt gehalten und eine Menge von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten leben in den Gewässern des Sounds.

Seine Geschichte ist ebenso vielfältig: Die Maori jagten und fischten hier ab dem 15. Jahrhundert. Dreihundert Jahre später verbrachte James Cook mit seiner Mannschaft sechs Wochen im „Dusky Sound“, um sein Schiff zu reparieren. Heutige Besucher können nicht nur Delfine, sondern gelegentlich sogar Buckelwale beobachten. Bei einem Landgang betritt man Uferzonen, auf die vielleicht noch nie ein anderer Mensch seinen Fuß gesetzt hat.

Ein Besuch der südlichsten Fiorde dauert deutlich länger als einen Tag, ist den Aufwand aber wert. Bootsfahrten zum Dusky Sound starten in Manapouri und folgen derselben Route wie die Touren zum Doubtful Sound, bevor sie aufs offene Meer hinausfahren und die Südspitze des Fiordland ansteuern. Zu Fuß ist der Zugang ebenfalls möglich: Die Wanderung dauert etwa zehn Tage.

Breaksea Sound

Ein Stück nördlich des Dusky Sound wartet ein weiteres unentdecktes Juwel der neuseeländischen Natur: Auch der Breaksea Sound ist so abgelegen, dass ein Besuch eine Weile dauert. Er ist übersät mit kleinen Inseln und wird in der Regel als Abstecher auf längeren Bootstouren besucht, die noch weitere der abgelegenen Fiorde ansteuern.

Etwas einfacher kann man den Breaksea Sound via Helikopter von Queenstown oder Te Anau erreichen. Dort lässt man sich absetzen und besteigt ein Charterboot, um den Fiord in Ruhe zu erkunden.

Preservation Sound

Früher diente das Preservation Inlet wie sein Nachbar Chalky Inlet als eine der ersten Walfang-Stationen auf dem neuseeländischen Festland. Heute werden in dem Fiord, der seinen Namen 1809 vom amerikanischen Walfänger Eber Bunker erhielt, wieder Südkaper gesichtet, deren Bestände sich weltweit erholen. Der Maori-Name des südlichsten Fiords im Fiordland National Park lautet übrigens “Rakituma”, übersetzt “der bedrohliche Himmel”.

Der Fiord kann als Teil einer Bootstour besucht werden, die durch die gesamte Region führt. Auch diese Touren starten in Manapouri oder Te Anau.

(Jenny Menzel)

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