Vantastic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das aktuelle Heft ...

 ... oder ältere Hefte HIER bestellen!

Geschenkabo-Gutschein

Wenn Sie ein Geschenkabo bestellt haben finden Sie hier einen Gutschein für den Beschenkten.

 

Neuseelandhaus

Manukahonig, Wein und Bier, Schönes und Nützliches aus und um Neuseeland erhalten Sie beim

Mülldatenbank für Neuseelands Strände

Beim Strandspaziergang in Neuseeland erblickt man sie neuerdings immer häufiger: Gruppen von eifrigen Freiwilligen, die Plastikverpackungen, Einwegflaschen und Plastiktüten aus dem Sand fischen.

Der Verein Sustainable Coastlines hat in den letzten zehn Jahren ca. 1,5 Millionen Liter Müll an neuseeländischen Stränden gesammelt. Aber die Verschmutzung der Ozeane mit Plastik ist so groß, dass neue Ansätze nötig sind, um die Küsten Neuseelands zu säubern.

Ein von Microsoft unterstütztes Projekt möchte nun freiwillige Müllsammler zu Laien-Wissenschaftlern ausbilden.

Sie haben nämlich wertvolle Informationen darüber, wo genau der Plastikmüll herkommt, der Neuseelands Gewässer verschmutzt.

Das große Aufräumen

Sustainable Coastlines entwickelt derzeit eine landesweite Müll-Datenbank. Mit einem Bildungsprogramm sollen korrektere Daten gesammelt werden. Am Ende steht die Hoffnung, Plastikmüll so stark zu reduzieren, dass Neuseelands Strände dauerhaft sauber bleiben.

Der preisgekrönte Verein bekommt Unterstützung beim Aufbau der Datenbank durch die Microsoft-Tochter Enlighten Designs. Das System wird es ermöglichen, den genauen Ort, die Menge und Art des Mülls sowie Trends in seiner Verbreitung akkurat zu verzeichnen. Die Datenverarbeitung erfolgt nach einer bewährten Methode des United Nations Environment Programme.

Damit können Politiker entscheiden, wo sie am dringendsten eingreifen müssen und was zu tun ist. Regionale Verwaltungen können gezielt ihre Infrastruktur verbessern, indem sie etwa mehr Mülltonnen aufstellen, Filteranlagen für Sturmfluten errichten oder Schulkinder eigene Projekte entwickeln lassen.

Bilder von Strandmüll, die mit Microsofts Algorithmen analysiert werden, könnten Wissenschaftlern sogar dabei helfen, Typen und Farben von Plastikteilen zu identifizieren, die für Seevögel und andere Meerestiere am gefährlichsten sind. Daraus ließen sich dann wiederum Dringlichkeiten für zukünftige Maßnahmen festlegen.

Mehr Macht für lokale Gemeinden

Camden Howitt, Mitgründer von Sustainable Coastlines, zeigt sich mit Microsofts Datenvisualierungs-Tool “Power BI” sehr zufrieden. Es kann die von freiwilligen Müllsammlern gesammelten Daten so aufbereiten und veranschaulichen, dass sich neue Ansätze für die Reinigung der neuseeländischen Küsten daraus entwickeln lassen.

Schulen, Gemeindegruppen und Unternehmen können diese Daten und Trends anschauen und aus ihrer eigenen, lokalen Perspektive in sinnvolle Handlungen umsetzen. Damit bekommen sie die Möglichkeit, ihre eigenen Müllsammlungsprojekte zu starten, und müssen nicht auf Unterstützung von höherer Ebene warten.

Noch besser ist der Ansatz des Programms, die Daten für Bildungszwecke zu nutzen – so wird das Projekt generationenübergreifend und nachhaltig. Mit Unterstützung des Bildungsministeriums wird parallel zum Launch der nationalen Mülldatenbank auch ein Lehrplan-Modul eingeführt, das jedes Kind zu müllvermeidendem Verhalten anregen soll. Denn nur über langfristige Verhaltensänderungen ist nachhaltige Müllvermeidung möglich.

Die gesamten Daten werden der Öffentlichkeit frei zur Verfügung stehen. So kann jeder und jede einen Teil dazu beitragen, Neuseelands Strände und Gewässer sauberer zu machen.

(Jenny Menzel)

Goto Top