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Wie sieht die Zukunft des Te Araroa Trail aus?

Der mehr als 3000 Kilometer lange Fernwanderweg Te Araroa eröffnete im Dezember 2011 und wurde schnell zu einer international extrem beliebten Touristenattraktion in Neuseeland.

Hunderttausende wandern jedes Jahr einzelne Etappen oder Teile des Weges, der von der Nord- zur Südspitze Neuseelands reicht. Die Südinsel ist dabei allgemein beliebter, weil dort der Trail eher durch unberührte Natur führt.
In der vergangenen Sommersaison erreichte aber auch der eintausendste Wanderer das Ende des komplett zurückgelegten Weges – womit sich diese Zahl innerhalb von zwei Jahren verdoppelt hat.

Mit der wachsenden Beliebtheit treten aber auch immer mehr Probleme zutage. Vor allem einige Abschnitte des Te Araraoa Trails auf der Nordinsel bekamen in letzter Zeit Kritik zu hören: Hier müsse besser vor Gefahren und Hindernissen auf dem Weg gewarnt werden. Auch die langen Etappen, die am Straßenrand entlangführen, erzeugen Unmut bei den Benutzern. Besonders die Strecke zwischen Whanganui und Palmerston North gilt als ziemlich schlecht.

Mark Weatherhall vom Te Araroa Trust gibt gern zu, dass es Stellen entlang des Trails gibt, die bei schlechten Wetterbedingungen „dynamisch“ werden können. Der Verband warnt Tramper auf seiner Website und in zwei Facebook-Gruppen über aktuelle Probleme auf dem Wanderweg. Aber das genüge nicht immer.

Ein inhärentes Problem liegt darin, dass viele Wanderer unterwegs im abgelegenen Gelände gar keinen Zugang zum Internet haben; außerdem verändert sich das Wetter in Neuseeland oft sehr schnell. Der Trust arbeitet momentan an einer App zum Te Araroa Trail, die in der nächsten Saison fertig sein soll. Darüber könne man dann direkt Nutzer auf dem Weg im ganzen Land ansprechen. Dass diese dann trotzdem Netzzugang und Strom für ihre Smartphones brauchen, bleibt aber ein Problem.

Da der Te Araroa Trail oft über Privatland führt, ist sein Bestehen außerdem in zu vielen Fällen vom guten Willen der jeweiligen Landbesitzer abhängig. Für die Überquerung des Whangarei Harbour etwa stehen keine öffentlichen Fähren zur Verfügung. Die offizielle Empfehlung für Wanderer lautet daher, ab Whangarei um den Meerbusen herum zu trampen oder einen privaten Bootsbesitzer um Mitnahme zu bitten. Tun das nur einige wenige Menschen, gibt es kein Problem für die Anwohner – aber je mehr Wanderer kommen, desto unhaltbarer wird diese Situation.

Wanderer müssen schließlich auch zunehmend von den Regionen ferngehalten werden, in denen Kauri dieback die uralten Kauri-Bäume bedroht. Durch immer mehr Sperrungen von Wanderwegen im Northland fehlen dann Alternativrouten für diese Etappe des Trails und die Menschen müssen am Rand von vielbefahrenen Highways entlanglaufen.

Ziel ist es, den gesamten Te Araroa Trail abseits von öffentlichen Straßen entlangzuführen. Aber dafür sind noch viele Zustimmungen von Privatlandbesitzern nötig. In Whanganui will der Te Araroa Trail Trust eine Fußgängerbrücke für die Wanderer aufstellen, über die sie vom SH3 zum Whangaehu River gelangen können. Dies wird aber von ansässigen Farmern verhindert.

Eine weitere Herausforderung sind schließlich die Wanderer selbst: Einige von ihnen laufen und campen dort, wo sie es nicht tun sollten. Damit riskieren sie das Ansehen und das Fortbestehen des Trails für zukünftige Wanderer.

Der Te Araroa Trail ist eine Erfolgsgeschichte und stellt für das zunehmend von Kurzzeitbesuchern und Pauschaltouristen besuchte Neuseeland immer noch etwas ganz besonderes dar – ein Wanderweg, der die ursprüngliche Essenz und den Geist Neuseelands für viele Menschen verkörpert. Hoffen wir, dass er dies auch in Zukunft noch tun kann und dabei kontinuierlich verbessert wird.

(Jenny Menzel)

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