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Literarisches Meisterwerk inspiriert neue Garten-Attraktion in Hamilton

Seit November 2018 blickt die Stadt Hamilton auf der Nordinsel stolz auf ihre neue Attraktion: Der „Mansfield Garden“ ist von nun an „the place to be“ für eine traditionelle Gartenparty.

“Mansfield Garden” wurde bewusst nach einem literarischen Vorbild gestaltet: Er repräsentiert den Garten aus der Kurzgeschichte „Die Gartenparty“ der hochgeachteten neuseeländischen Schriftstellerin Katherine Mansfield, die Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde.

Der neue Park ist dabei nur der letzte von mehreren Neuzugängen der Hamilton Gardens, die nach beliebten Fantasy-Themen gestaltet wurden.

Inspiriert durch den von Mansfield beschriebenen Garten, wurden beliebte und Anfang des 20. Jahrhunderts in neuseeländischen Gärten verbreitete Elemente aufgegriffen. Dazu gehört etwa die Fassade eines traditionellen Hauses aus der Edwardianischen Periode, die das Familienhaus der Mansfields auf der Tinakori Road in Wellington darstellen soll.

Viele Details der Gartengestaltung erinnern an den Stil und die Architektur der neuseeländischen Edwardianischen Epoche: gekieste Auffahrten, die als Rundwege vor die Eingangstür von Häusern führen, große Rasenflächen und Rasentennisplätze, Zierbrunnen, Teiche und Rosen neben Ahorn, Rhododendron und Bambus-Gewächsen aus dem Osten.

Dazwischen tauchen einige einheimische neuseeländische Pflanzen auf wie eine Karaka-Hecke am Rand des Tennisplatzes, die so tatsächlich in Mansfields Kurzgeschichte erwähnt wird. Die Hügel im Hintergrund sind ebenfalls mit einheimischen Bäumen bepflanzt, die den Eindruck der Hügel hinter dem Wellingtoner Haus der Mansfields erwecken sollen.

Einige Elemente im „Mansfield Garden“ zitieren ganz offensichtlich die Geschichte; zum Beispiel eine bunte Markise auf einem Tennisplatz. Unter der Markise sind kleine Delikatessen und Getränke aus Kunstharz aufgestellt, die aussehen wie kurz vor dem Beginn einer Gartenparty. Vor der Hausfassade steht außerdem ein alter Ford Model T aus der damaligen Zeit.

Katherine Mansfield wurde in Neuseeland geboren und genoss schon in jungen Jahren internationale Anerkennung als eine Pionierin der modernen Literatur. Ihre Kurzgeschichte “Die Gartenparty” gehört zu ihren bekanntesten Arbeiten. Sie wurde 1922 veröffentlicht und war offenbar inspiriert durch ein Erlebnis geschrieben worden, das Mansfield im Jahr 1907 in einem Garten in Wellington hatte.

In ihrer Geschichte beschrieb Mansfield 15 verschiedene Sandwich-Arten mit abgeschnittener Rinde und „Godbers berühmte Cremeschnitten”. Die Schriftstellerin änderte zwar einige der Namen von neuseeländischen Bekannten, die in ihrer Geschichte auftreten. Aber sie unternahm keine Anstrengungen, die Identität des bekanntesten und erfolgreichsten Bäckers und Konditors zu verschleiern, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Wellington lebte: Sein Name war James Godber.

Laut der “New Zealand Times” besaß Godber “einen sehr schicken Lieferwagen … um Bestellungen pünktlich zu liefern” und war allseits bekannt für seine “Pasteten, Brötchen, modischen Kuchen, Scones, Cremeschnitten und Tartes”.

Ihre Geschichte über die Gartenparty in Wellington, so lebensecht sie wirkt, schrieb Mansfield erst als erwachsene Frau, nachdem sie schon seit Jahren in England lebte. Von dort kehrte sie nie wieder in ihr Geburtsland zurück. Die anerkannte Schriftstellerin starb bereits mit 34 Jahren an Tuberkulose, womit der Welt sicherlich um einige wundervolle Geschichten beraubt wurde.

Fans von Katherine Mansfield und Liebhaber des Edwardianischen Zeitalters in Neuseeland haben nun in Hamilton immerhin einen neuen Ort, um das Rad der Zeit für eine Weile zurückzudrehen.

(Jenny Menzel)

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