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Die Ergebnisse der Volkszählung in Neuseeland – und was sie bedeuten

Die Volkszählung von 2018 war in Neuseeland heiß umstritten, es gab einige medienwirksame Pannen. Die Ergebnisse, die nun endlich veröffentlicht wurden, zeigen einige spannende Ergebnisse. Das wichtigste: Es gibt inzwischen viel mehr Neuseeländer!

In den letzten fünf Jahren ist Neuseelands Bevölkerung enorm gewachsen. Das hat auch zu einer steigenden kulturellen Vielfalt geführt. 1 271 775 Menschen, die im März 2018 als Neuseeländer gezählt wurden, sind nicht im Land geboren. Das entspricht 27,4 Prozent der Bevölkerung. 2013 waren es noch 25,2 Prozent.

Die Geburtsorte dieser Neu-Neuseeländer sind über die ganze Welt verstreut. Es gibt sogar 15 Neuseeländer, die auf dem Meer geboren wurden.

Das Wachstum der Bevölkerung, die nicht in Neuseeland geboren wurde, fällt zusammen mit einer steigenden Migration. Vor allem junge Erwachsene kommen vermehrt zum Arbeiten oder Studieren nach Neuseeland. Und viele von ihnen bleiben.
Kulturelle Vielfalt nimmt zu

Auch wenn die Gruppen der Maori, Asiaten, Pazifik-Insulaner und Einwohner aus dem Mittleren Osten, Lateinamerika und Afrika deutlich gewachsen sind: Die Europäer stellen immer noch bei weitem die größte ethnische Gruppe in Neuseeland. Auch die Menschen, die nach Neuseeland ausgewandert sind, stammen zum größten Teil aus Großbritannien: Fast 275 000 Engländer, Schotten und Iren kamen in den letzten fünf Jahren nach Neuseeland. Dagegen bekamen nur 141 000 Einwanderer aus China und 120 000 Inder ein Residence-Visa.

Nach den Daten der Volkszählung identifizierten sich 70,2 Prozent der Bevölkerung mit wenigstens einer europäischen ethnischen Gruppe. Und obwohl diese Gruppe in absoluten Zahlen wächst, sank ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung seit 2013 von 74 Prozent.

Maori stellen mit 16,5 Prozent die zweitgrößte Gruppe, ihr Anteil ist von 14,9 Prozent im Jahr 2013 deutlich gewachsen.

Drittgrößte Gruppe sind weiterhin die Asiaten mit 15,1 Prozent, deren Anteil von 11,8 Prozent gewachsen ist. Unter den Asiaten kommen die meisten Neuseeländer aus China, Indien und den Philippinen.

Die Pazifik-Insulaner bilden 8,1 Prozent der Neuseeländer, die meisten stammen aus Samoa, Tonga und von den Cook Islands. Fast zwei Drittel dieser Pazifik-Insulaner wurden in Neuseeland geboren.

Weitere interessante Ergebnisse der Volkszählung

Alle Regionen Neuseelands sind heute dichter besiedelt, das größte Wachstum sahen aber Auckland und die umgebenden Regionen Bay of Plenty, Waikato und Northland.

Vor allem die Nordinsel Neuseelands verzeichnet einen enormen Bevölkerungszuwachs. Nun, da dieser offiziell ist, wird die Nordinsel wahrscheinlich einen zusätzlichen Wahlkreis bekommen. Weitere Wahlkreise werden neue Grenzen bekommen.

Neben Englisch wird in Neuseeland vor allem Maori und Samoanisch gesprochen. An vierter Stelle kommt Mandarin-Chinesisch. Dagegen gaben nur 120 Personen an, Esperanto zu sprechen – das sind weniger als diejenigen, die Javanisch, Tibetisch oder Estnisch sprechen.

20 000 Neuseeländerinnen und Neuseeländer gaben in der Volkszählung als Religionszugehörigkeit „Jedi“ an, und die Zahl der Anhänger des Fliegenden Spaghettimonsters liegt bei soliden 4.000.

Interessant ist auch die Zahl der Neuseeländer, die mit dem eigenen Auto zur Arbeit fahren: Es sind mehr als 1,4 Millionen. Dagegen nutzen bisher nur 150 000 Menschen öffentliche Verkehrsmittel zum Pendeln, und nur knapp 50 000 fahren mit dem Rad.

Die harte Nichtraucher-Politik der neuseeländischen Regierung scheint sich auszuzahlen: Fast 2,5 Millionen NichtraucherInnen stehen einer halben Million Rauchern gegenüber. Mehr als 830 000 Neuseeländerinnen und Neuseeländer gaben an, das Rauchen aufgegeben zu haben.

Das wichtigste Ergebnis der Volkszählung 2018 ist aber die Gesamtzahl der Kiwis: Sie stieg in den letzten fünf Jahren von 4,24 Millionen auf 4,7 Millionen. Geht das so weiter, dürften die Neuseeländer schon im Jahr 2020 die Fünf-Millionen-Marke knacken.

(Jenny Menzel)

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