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Waitakere Ranges: Anwohner sind die größte Bedrohung für Kauri-Bäume

Byers Walk Waitakere Ranges Credit: Robert Linsdell CC 2.0
Seit Jahren warnen Biologen und Naturschützer vor der unaufhaltsamen Verbreitung der tödlichen Kauri-Dieback-Krankheit, die nur die endemischen Kauri-Bäume befällt. Trotz intensiver Forschung gibt es immer noch keine Möglichkeit, gegen den winzigen Pilz vorzugehen. Die einzige Maßnahme ist die weiträumige Sperrung der Areale, wo noch gesunde Kauri-Bäume wachsen.

Dies geschah in den Waitakere Ranges, einem großen Waldgebiet in unmittelbarer Nähe von Auckland, bereits im Mai 2018. Nachdem Aufrufe des DOC und des Gemeinderats von Auckland nicht fruchteten, freiwillig auf das Betreten der Wanderwege zu verzichten, und die eigens an vielen Wegen aufgestellten Reinigungsstationen für Schuhe und Wanderstöcke nicht ausreichend genutzt wurden, sah sich der Gemeinderat von Auckland schließlich zu einer fast kompletten Sperrung der 144 Wanderwege im Region Park gezwungen.

Kontrollen der Absperrungen und Warnschilder zeigen jedoch regelmäßig, dass Wanderer die Zäune einfach ignorieren, überklettern oder gar umtreten. Viele Wanderwege, obwohl seit Monaten gesperrt, sehen weiterhin intensiv genutzt aus. Wer diejenigen sind, die den Schutz der weltweit einmaligen Kauri-Bäume so komplett ignorieren, ist nun klarer geworden. Der Gemeinderat hat in den vergangenen sechs Monaten seine Kontrollgänge in den Waitakere Ranges intensiviert und zahlreiche Verwarnungen erteilt.

Nach eigenen Angaben wurden insgesamt 49 Wanderer wegen unbefugtem Betreten der Wanderwege angezeigt. Allein am langen Wochenende über den Labour Day Ende Oktober wurden 15 Strafzettel ausgestellt, weitere 20 Personen wurden mündlich verwarnt. Wovon sich der Gemeinderat am bittersten enttäuscht fühlt: 95 Prozent der Übeltäter sind Anwohner, die in unmittelbarer Nähe des Waldes leben und es eigentlich besser wissen sollten. Stattdessen ignorierten sie absichtlich die Warnungen und umgingen aktiv Sperrungen, um weiterhin in den Wald zu gelangen.

Als letzten Schritt, um solche Übertretungen der Schutzmaßnahmen für den Kauri zu verhindern, sieht der Gemeinderat einen Platzverweis – eine Art Verbannung aus dem Regionalpark. Würde auch das ignoriert, könnten unter dem Biosecurity Act Geldstrafen von bis zu 20 000 NZD verhängt werden.

Einige Tracks sollen während der Sperrung renoviert werden, damit sie wieder begangen werden können, ohne dass dabei eventuelle Krankheitserreger übertragen werden. Dafür müssen die Wege erneuert, trockengelegt oder mit Plankenwegen ersetzt werden, damit Wanderer nicht in Kontakt mit feuchter Erde kommen. Dies zu erreichen, ohne durch die Bauarbeiten selbst den Kauri-Dieback-Pilz weiterzutragen, ist aufwendig und zeitintensiv.

Auch im kommenden Sommer 2019/2020 ist damit zu rechnen, dass ein Großteil der gesperrten Wanderwege gesperrt bleibt. Der Gemeinderat hat angekündigt, in Zukunft noch intensiver zu patrouillieren und sicherzustellen, dass die Verbote eingehalten werden. Es ist vielleicht die letzte Chance, die der Kauri in Neuseeland noch hat.

(Jenny Menzel)

Credit Robert Linsdell CC 2.0

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