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Corona-Virus: Das müssen Neuseeland-Reisende jetzt wissen

Credit: Pixabay

Eine Erkältungskrankheit hält die Welt in Atem: Das hochansteckende Corona-Virus sorgt auf der ganzen Welt für massive Einschränkungen. Auch Neuseeland bemüht sich, ein Übergreifen der Krankheit zu verhindern – mit teils dramatischen Folgen für Touristen.

Innerhalb von wenigen Wochen haben sich in China zehntausende Menschen mit einer bisher unbekannten Form des Corona-Virus infiziert, über 300 sind bisher daran gestorben. Trotz intensiver Bemühungen des chinesischen Staates, das Virus einzudämmen, meldeten in den vergangenen Tagen zahlreiche andere Länder neue Erkrankungsfälle.

Neben den USA, Frankreich und Deutschland wurden auch in Australien vier neue Krankheitsfälle bekannt. Die Erkrankten waren direkt aus der chinesischen Stadt Wuhan eingereist, wo das Corona-Virus zuerst entdeckt wurde. Damit die Atemwegserkrankung nicht auch nach Neuseeland gelangt, greift die neuseeländische Regierung zu immer strengeren Maßnahmen. Ende Januar wurde an den internationalen Flughäfen von Auckland und Christchurch Krankenpersonal stationiert, das Passagiere aus China untersuchte, bevor sie einreisen durften. Jeder, der sich unwohl fühlte oder mehr als 38° Celsius Körpertemperatur hatte, wurde auf eine Corona-Infektion getestet.

Wenige Tage darauf wurden die Regeln verschärft: Passagiere aus China (die keine Neuseeländer sind) dürfen nun überhaupt nicht mehr nach Neuseeland einreisen. Das gilt auch für Reisende, die in den vergangenen 14 Tagen in China waren. Auch alle, deren Flug lediglich einen Zwischenstopp auf chinesischem Boden hatte, dürfen nicht mehr nach Neuseeland einreisen. An allen neuseeländischen Flughäfen wurden die eGates geschlossen, durch die man ohne weitere Kontrollen einreisen kann. Die Einreiseprozedur dauert damit deutlich länger. Neuseeland ist mit dieser rigiden Maßnahme nicht allein: Auch Australien, die USA und Israel haben ihre Grenzen für Reisende aus China geschlossen.

Bisher wurde noch kein Fall einer Corona-Infektion auf neuseeländischen Boden bekannt. Das kann sich jedoch täglich ändern. Wenn in wenigen Tagen die neuseeländischen Sommerferien enden, werden zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland zurückkehren. Selbst wenn die Krankheit nach Neuseeland gelangen sollte, was durchaus nicht unwahrscheinlich ist –nach derzeitigem Kenntnisstand stellt das Corona-Virus keine erhöhte Gefahr dar. An der Grippe, die durch einen ähnlichen Virenstamm verursacht wird, sterben jährlich weit mehr Menschen. Auch die Masern, die 2019 eine Epidemie in Neuseeland verursachten, sind weitaus ansteckender und gefährlicher.

 Trotzdem melden Apotheken in allen größeren Städten Neuseelands, dass Atemschutzmasken ausverkauft seien. Die Stimmung in der Bevölkerung ist wegen der oft dramatisierenden Medienberichterstattung angespannt. Leider kam es auch bereits zu rassistischen Übergriffen auf chinesischstämmige Neuseeländer und Touristen aus China. In Rolleston bei Christchurch wurden asiatischstämmige Eltern in anonymen E-Mails bedroht, sie sollten ihre Kinder nicht mehr zur Schule schicken.

Den größten Schaden in Neuseeland erleidet bisher die Tourismus-Industrie. Chinesische Besucher machen einen großen Teil der internationalen Touristen in Neuseeland aus. Sie fallen nun alle weg, und das mitten in der Hochsaison. Noch schlimmer für die Anbieter ist, dass bisher kein Ende des Reiseverbots bekannt ist.

(Jenny Menzel)
Bild-Credit: Pixabay

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