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Feuer am Aoraki / Mount Cook bedroht Camper

Kurz vor der Mittagszeit am 30. August 2020 entdeckten Anwohner der kleinen Gemeinde Twizel unweit des Lake Pukaki ein Feuer an einem Bachufer nahe der Mount Cook Road. Die Flammen breiteten sich schnell aus und griffen auf einen angrenzenden Wald über. Bis zum Abend war der Brand auf die andere Seite des Highways „gesprungen“ und hatte über 2000 Hektar der für das Mackenzie Basin typischen Busch- und Graslandschaft verzehrt.

14 Helikopter, zwei Flugzeuge und mindestens 50 Feuerwehrleute in zehn Einsatzfahrzeugen sind seitdem im Einsatz, um den Brand einzudämmen und zu löschen. Das Feuer breitete sich in den ersten Stunden schnell aus und machte die einzige Zufahrtsstraße zum Aoraki Mount Cook unpassierbar. SH 80 und SH 8 sind zwischen der Pukaki Canal Road und der Tekapo Canal Road gesperrt.

Zwar ist der Brand, der sich nahe Twizel befindet, noch etwa 50 Kilometer entfernt vom Mount Cook Village, wo knapp 200 Menschen leben. Im nahe gelegenen Glentanner Holiday Park genossen etwa 65 Touristen ihren Urlaub. Die Feuerwehrleute erwarten nicht, dass sich der Brand bis dorthin ausbreitet. Auch die 1200 Einwohner von Twizel sind nicht direkt bedroht. Trotzdem wurden die Anwohner von Aoraki Mount Cook Village und Gäste des Campingplatzes am Nachmittag vorsichtshalber gebeten, den Ort zu verlassen. Ein Großteil der Menschen verließ die Region gestern in einem von Feuerwehren begleiteten Konvoi von 54 Fahrzeugen.

Die Situation spitzte allerdings schnell zu, so dass die Evakuierung abgebrochen werden musste. Im dichten, für die Feuerwehrleute unzugänglichen Gebüsch fraß sich das Feuer ungehindert durch und bildete sogar einen „Feuertornado“ mit bis zu 70 Meter hohen Flammen.

Wer jetzt noch jenseits der Straßensperre an der Kreuzung von SH 80 und SH 8 ist, sitzt fest, bis der Brand unter Kontrolle ist – ein paar Tage dürfte dies noch dauern. Mindestens ein Gebäude der Pukaki Downs Station fiel bereits den Flammen zum Opfer. Ein Team von Feuerwehrleuten aus der Gegend blieb freiwillig in der abgeschnittenen Gemeinde, um weitere Schäden zu verhindern.

Für die nächsten Tage wird starker Wind vorhergesagt, der das Feuer weiter anheizen könnte. Trotzdem ist die Feuerwehr zuversichtlich, dass sich der Brand nicht weiter als zum Südufer des Lake Pukaki ausbreiten wird. Im Winter sind solche Waldbrände im trockenen Mackenzie Basin ungewöhnlich, da in dieser Jahreszeit relativ viel Regen fällt. Die vergangenen Monate in Neuseeland waren allerdings in Folge des Klimawandels extrem trocken.

Die Notfallbehörde Fire and Emergency bestätigte inzwischen, dass das Feuer versehentlich von einem Jäger ausgelöst wurde, dessen Campingkocher umfiel. Der Mann, der noch versucht hatte, den Brand zu löschen, erlitt dabei kleinere Verletzungen.  

(Jenny Menzel), Photo Credit: Pixabay (Symbolbild)

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