Vantastic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das aktuelle Heft ...

 ... oder ältere Hefte HIER bestellen!

Neuseelandhaus

Manukahonig, Wein und Bier, Schönes und Nützliches aus und um Neuseeland erhalten Sie beim

Outdoor-Kunstausstellung in Wellington erweckt Van Gogh zu neuem Leben

Kunstgalerien gehören zu den Bereichen, die unter den Corona-Einschränkungen besonders leiden. Mit Maske ins Museum? Nein danke, denken sich viele Kunstliebhaber. In Wellington kommt die Kunst deshalb im Frühjahr an die frische Luft, wo man sie ohne Mund-Nasen-Schutz genießen kann. Leben und Werk des Ausnahmekünstlers Vincent van Gogh sind das Subjekt einer brandneuen multi-sensorischen Outdoor-Galerie, die von Ende August bis Ende Oktober laufen soll.

Tausende Gemälde des Niederländers, darunter weltberühmten Motive wie „Sternennacht“, „Café-Terrasse am Abend“ und „Blühende Mandelbaumzweige“, werden dafür in einem abgeschlossenen Komplex mit 21 Projektoren aus 52 aufeinandergestapelten Schiffscontainern an der Odlin’s Plaza an die Wände gestrahlt.

Zusammen mit passender Hintergrundmusik und der Sicht auf Wellingtons eigenen Sternenhimmel bietet die Van Gogh Ausstellung ein einzigartiges Erlebnis für die Neuseeländer, die den Frühling wohl ohne ausländische Gäste verbringen müssen.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit von Wellington NZ – der Eventagentur des Stadtrats – und dem in Melbourne operierenden Grande Exhibitions erstellt. Die entscheidende Frage für die Neuseeländer war, ob sich so eine Kunstausstellung auf Corona-Alarmlevel 1 und 2 verwirklichen lassen würde.

Ob die Kunst Van Goghs noch in die heutige Zeit passt, war dagegen keine Frage. Die klassischen Motive scheinen mit Hilfe der modernen Technik regelrecht zum Leben zu erwachen: Die Schiffscontainer sind in verschiedenen Formationen aufgestapelt, was zusammen mit den bewegten Projektionen und dem Surround-Sound in Kinoqualität ein sehr beeindruckendes Ergebnis zeigt.

Die multisensorische Ausstellung ist bereits in anderen Ländern sehr erfolgreich gewesen, wurde bisher allerdings nie draußen gezeigt. In dunklen, klaren Nächten, so ist die Hoffnung der Ausrichter, kommen die Bilder von Van Gogh noch besser zur Geltung als in geschlossenen Räumen.

70 Menschen aus verschiedenen Branchen des Kunstsektors arbeiteten an der Konzeption der Outdoor-Ausstellung. Für die neuseeländischen Künstler war dies nicht nur ein spannendes Projekt, sondern auch dringend benötigtes Geld, nach einigen sehr kritischen Monaten ohne Arbeit.

Am schönsten ist es natürlich, wenn Van Goghs „Sternennacht” vor einen passenden Sternenhimmel projiziert wird. Die Open-Air-Ausstellung wird aber bei jedem Wetter abends und nachts geöffnet sein. Erst bei Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h wird sie sicherheitshalber geschlossen.

(Jenny Menzel) 

Goto Top