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News

Immer mehr Wespen in Neuseeland

In der Sommersaison 2018/19 hat der Gemeinderat von Auckland mehr Meldungen über Wespen erhalten als im gesamten Jahr davor. Fast die Hälfte der 349 Anrufe beim Gemeinderat von Auckland meldeten nicht nur Wespenvorkommen, sondern Nester. Einige Gebiete in den Waitakere Ranges werden zeitweise zu No-go-Zonen für die Ranger des DOC, wenn dort die Wespenpopulation ihren Höhepunkt erreicht.

Warum ist das etwas Besonderes? In Neuseeland gibt es eigentlich keine Wespen.

Zu den Wespen, die in den 1980er-Jahren versehentlich nach Neuseeland eingeschleppt wurden, gehören die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Da es in Neuseeland auch im Winter selten sehr kalt wird, überleben hier sogar ganze Völker und können sich enorm schnell verbreiten.

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Four Sisters Track im Waipoua Forest gesperrt wegen Kauri dieback

Kauri dieback ist eine furchtbare Krankheit für die uralten Kauri-Bäume, die es nur in Neuseeland gibt. Die mikroskopisch kleinen Sporen des pilzähnlichen Organismus Phytophthora agathidicida (PA) können Kauri jeden Alters befallen. Im Boden lebend,  infizieren sie die Wurzeln der Baumgiganten und schädigen dort das Gewebe, das für den Transport von Nährstoffen und Wasser in die höheren Bereiche des Baums sorgt.

PA hungert den Kauri buchstäblich aus, bis er stirbt.

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Kahurangi National Park wird deutlich vergrößert

Die wilde, kaum zugängliche Schlucht des Mokihinui River wäre fast einem Staudamm-Projekt zur Energiegewinnung zum Opfer gefallen. Stattdessen wird sie nun zum größten Landstück, das jemals zu einem existierenden Nationalpark in Neuseeland hinzugefügt wurde.

Fast 65 000 Hektar Land nördlich von Westport werden bald zum Kahurangi National Park gehören und den zweitgrößten Nationalpark Neuseelands um 14 Prozent vergrößern. Die zusätzliche Fläche ist größer als Christchurch und etwas halb so groß wie Auckland.

Der Mokihinui River fließt durch eine weitgehend unberührte Landschaft von Podocarp- und Buchenwäldern und offenen Tussockgras-Ebenen. Hier lebt eine große Zahl bedrohter einheimischer Tier- und Pflanzenarten, darunter die Whio-Ente, der Kea und der Kaka, der Haastkiwi und mehrere fleischfressende Riesenschneckenarten. Auch im Fluss selbst tummelt sich eine enorme Artenvielfalt.

Hier führt auch ein Teil der Old Ghost Road entlang: ein 85 Kilometer langer Rad- und Wanderweg, der auf den Spuren eines historischen Goldsucherpfades an Geisterstädten vorbei und über felsige Grate und Gipfel führt.

Trotz seiner Bedeutung für den Naturschutz und die Geschichte Neuseelands war das Gebiet des Mokihinui lange Zeit heftig umkämpft und wäre beinahe der Standort für eines der größten Wasserkraftwerke Neuseelands geworden. Das Unternehmen Meridian Energy wollte im Jahr 2007 hier einen 85 Meter Damm bauen und dadurch einen See künstlich anstauen. Dabei wären hunderte Hektar an unberührtem Wald geflutet worden, das tief eingeschnittene Flusstal wäre verschwunden.

Der 250 Millionen Neuseelanddollar teure Plan war zunächst von der Regierung zugelassen worden, dann aber auf immer mehr Widerstand gestoßen. Das DOC legte Berufung vor Gericht ein. 2012 ließ Meridian Energy seinen Plan schließlich freiwillig fallen.

Daraufhin wurden immer mehr Stimmen laut, die nach einem permanenten Schutz des Mokihinui River vor Entwicklungsprojekten riefen. 2019 war es endlich soweit: Umweltministerin Eugenie Sage dankte bei der Übergabe des Landes an den Kahurangi National Park ausdrücklich all jenen, die damals gegen das Staudamm-Projekt gekämpft hatten.

Die Mokihinui Gorge und das sie umgebende Land genießen nun den strengstmöglichen Schutz als Teil eines Nationalparks. Die Fläche von 65 000 Hektar ist allein etwa doppelt so groß wie der Egmont National Park und wird den Kahurangi National Park auf 517 000 Hektar vergrößern.

Der größte Nationalpark Neuseelands bleibt allerdings weiterhin der Fiordland National Park mit seinen 1,2 Millionen Hektar.

Die Mokihinui-Region galt lange Zeit als Vorzeigebeispiel für ein typisches Problem des Naturschutzes in Neuseeland: Als das DOC 1987 gegründet wurde, überschrieb man ihm zeitweilig die Kontrolle über große Flächen Land im Besitz der Krone. Jede Parzelle sollte auf ihren Wert für den Naturschutz hin untersucht und klassifiziert werden, bevor man sie entweder verkaufen oder unter strengeren Schutz stellen würde. Dies geschah allerdings nie, was heute dazu führt, dass etwa 2,5 Millionen Hektar Land – etwa 10 Prozent von Neuseelands Festland – in einem Schwebezustand hängen.

Während einige Regionen kaum oder gar keinen Wert für den Naturschutz darstellen, benötigen andere – wie der Mokihinui River – dringend strengere Schutzmaßnahmen. Für Unternehmen ist dieses Land unter vorläufiger Verwaltung attraktiv, weil es eben kaum geschützt ist. Sie können es legal gegen Privatland eintauschen, wenn dies den allgemeinen Artenschutz befördern würde.

Das Vorhaben, in der Hawke’s Bay den Ruataniwha Dam zu errichten, wurde nur knapp vermieden. Es hätte den Waldpark auf den Status vorläufig verwalteten Landes herabgestuft, wonach man das Gebiet gegen privates Land hätte eintauschen können. Das Oberste Gericht stoppte den Plan.

Zu den unmittelbar von Entwicklungsprojekten bedrohten Gebieten gehören z. B. der Waitaha River im südlichen Westland, der ebenfalls Standort eines Wasserkraftwerks werden soll, oder das Denniston Plateau nahe Westport, wo immer wieder Vorhaben für erneuten Bergbau angemeldet werden.

Insofern ist die Erhaltung des Mokihinui-Gebietes durch seine Einmündung in den Kahurangi National Park eine sehr gute Nachricht für Neuseelands Natur – aber hoffentlich nur ein erster Schritt hin zu weiteren Naturschutzmaßnahmen.

(Jenny Menzel)

David gegen Goliath: der Kampf um „Neuseelands Pompeji“ in Otago

Die verwendeten Metaphern sind eindrucksvoll: David gegen Goliath, Neuseelands Pompeji - aber nur so können die Menschen in Middlemarch hoffen, eine internationale Firma davon abzuhalten, Neuseelands Naturerbe zu zerstören.

Rückendeckung bekommen sie von der Gesellschaft der neuseeländischen Geowissenschaften und einer echten VIP. Die Wissenschaftler haben die Regierung und den Gemeinderat von Dunedin offiziell aufgefordert, das Abbauprojekt in Middlemarch zu stoppen. Das Vorhaben würde Neuseelands wichtigste fossile Ausgrabungsstätte zerstören.

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NZeTa und IVL: neue Einreisebestimmungen für Neuseelands Touristen

Ähnlich, wie es in den USA bereits gehandhabt wird, führt die neuseeländische Regierung ab 1. Oktober 2019 neue Einreisebestimmungen für Touristen und Transitreisende ein. Dann müssen solche Personen bereits vor dem Abflug eine „Electronic Travel Authority“ beantragt und genehmigt bekommen haben und eine „International Visitor Conservation and Tourism“-Gebühr bezahlen.

Die NZeTA, die New Zealand electronic Travel Authority, müssen künftig alle vor ihrer Abreise beantragen, die kein neuseeländisches Visum im Pass haben und aus einem Waiver-freien Land kommen, wie beispielsweise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bislang benötigten Deutsche keinerlei Papiere außer ihrem gültigen Reisepass, wenn sie nach Neuseeland fliegen wollten. Das Visum gab es dann automatisch mit der Einreise für eine Dauer von drei Monaten.

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Neuseelands nachhaltigste touristische Angebote gekürt

Sieben außergewöhnliche Anbieter im Tourismusbereich sind mit dem „Qualmark 100% Pure New Zealand Experience Award“ ausgezeichnet worden. Diese neue Kategorie der Qualmark-Awards wurde am 1. Mai von Tourismusminister Kelvin Davis im neuseeländischen Parlament an an Unternehmen verliehen, die besonders nachhaltige Erlebnisse für Besucher anbieten. 

Die diesjährigen Preisträger gehören zu Neuseelands Top-Touristikunternehmen. Sie können aber nicht nur stetig steigende Besucherzahlen und solide Umsätze nachweisen, sondern eben auch ein nachhaltiges Engagement für die Umwelt und die Gemeinde, in der sie arbeiten.

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Vom Aussterben bedrohter Yellowhead ist wieder im Westland zu Hause

4000 Tier- und Pflanzenarten in Neuseeland sind aktuell in ihrem Bestand bedroht oder bereits am Aussterben. Zwischen all den schlechten Nachrichten um unsere Natur gibt diese eine neue Hoffnung: Die Bestände des Mohua oder Yellowhead, der einst fast ausgestorben war, haben sich erholt.

Heute gehört der winzige gelbe Singvogel zu den häufigsten einheimischen Arten im Landsborough Valley im Süden der Westland-Region.

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Charité gibt sterbliche Überreste von Maori und Moriori zurück

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat die Gebeine von 109 Vorfahren der Maori und Moriori aus ihren vormaligen anthropologischen Sammlungen an das Nationalmuseum Te Papa Tongarewa in Wellington übergeben. An der offiziellen Zeremonie nahmen Abgesandte der indigenen Gemeinschaften, Vertreter von Te Papa und der Charité sowie der neuseeländische Botschafter Rupert Holborow teil.

Mit Gebeten und traditionellen Gesängen gedachten die Angehörigen der Maori und Moriori ihrer Vorfahren. Anschließend unterzeichneten Vertreter von Te Papa und der Charité das Übergabedokument.

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