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Neuseeländische regionale Airline will grüne Flüge anbieten

Die neuseeländische Fluggesellschaft Sounds Air hat Großes vor: Sie will die erste regionale Airline werden, die Flüge ohne ein Gramm Kohlendioxid-Emissionen anbietet. Die Fluggesellschaft will dafür mehrere elektrische Kleinflugzeuge von der schwedischen Firma Heart Aerospace kaufen. Dieses Unternehmen ist gerade dabei, eine ES-19 Maschine mit 19 Sitzplätzen zu bauen, die bereits im Jahr 2026 für kommerzielle Flüge zur Verfügung stehen soll.

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Corona-Beschränkungen in Neuseeland lassen Campervan-Reisen und Vanlife boomen

Auslandsreisen sind seit März 2020 für Neuseeländer vom Urlaubsplan gestrichen; und auch Touristen aus Übersee finden seitdem keinen Weg mehr nach Neuseeland. Die Tourismusbranche hat das hart getroffen – aber Tourismusanbieter, die sich auf den lokalen Markt konzentrieren, verzeichnen einen Boom. Dazu gehören vor allem Unternehmen, die Campervans vermieten und verkaufen. Für Reisen im eigenen Land, das mit wunderschönen Landschaften und günstigen Campingplätzen gesegnet ist, bietet sich ein Campervan an – das erkennen auch immer mehr Neuseeländer.

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Marlborough Wine and Food Festival 2021 abgesagt

Neuseeland-Besucher aus Europa, die ihre geplante Reise verschieben müssen, haben nun wenigstens einen Grund weniger, traurig zu sein: Das Marlborough Wine and Food Festival werden sie nicht verpassen, es wurde nämlich ohnehin abgesagt.

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Organisatoren ist der Schutz der regionalen Weinlese vor etwaigen Auswirkungen des SARS-Cov-2-Virus. Tausende Menschen dicht zusammengedrängt an einem Ort, darunter die halbe Weinindustrie Neuseelands, und das alles nur wenige Wochen vor der anstehenden Weinlese – das erschien allen Beteiligten als zu riskant.

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Obst-Ernte in Neuseeland gefährdet durch Corona

Das Thema klingt harmlos, ist es für die neuseeländische Wirtschaft aber nicht: Sogar in der Primetime-Wahldebatte diskutierten die beiden Kandidatinnen für das Premierminister-Amt darüber, ob und wie viele ausländische Arbeitskräfte ins Land gelassen werden müssen, um bei der Obsternte zu helfen.

Die ersten Früchte, die im Frühjahr reif werden, sind die Erdbeeren. Bis Mitte Oktober brauchen die Erdbeerfarmer eine Lösung, oder es drohen zwei Szenarien: die Preise in den Supermärkten verdoppeln sich (mindestens), oder die Erdbeeren verrotten auf den Feldern. Bisher gibt es praktisch niemanden in Neuseeland, der sie in der aktuellen Saison pflücken kann – oder will.

Bisher verließen sich Erdbeerfarmer und andere Obstbauern vor allem auf Arbeitskräfte aus dem Ausland. Die meisten kommen aus Samoa oder Papua-Neuguinea. Aber für diese Menschen, die unter dem “Recognised Seasonal Employer (RSE) Scheme” für saisonale Arbeit nach Neuseeland einreisen und mit dem Einkommen ihre Familien zu Hause versorgen, sehen die Corona-Einreisebeschränkungen keine Ausnahmen vor.

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Deutschland gibt Maori-Köpfe an Neuseeland zurück

Das Ethnologische Museum in Berlin hat angekündigt, zwei mumifizierte, mit den traditionellen Gesichts-Mokos tätowierte Maori-Köpfe an Neuseeland zurückzugeben.

Das Sammeln von tätowierten Maori-Köpfen wurde in Europa ab 1770 zum Modetrend, als Kapitän James Cook und seine Mannschaft „Kuriositäten“ aus indigenen Gemeinschaften auf der ganzen Welt mitbrachten, die sie auf ihren Forschungsreisen gesammelt oder geschenkt bekommen hatten.
Die tätowierten Köpfe hochrangiger Maori-Stammesmitglieder wurden früher nach deren Tod von ihren Verwandten rituell aufbewahrt. Über das gesamte 19. Jahrhundert hinweg erwarben Europäer solche Köpfe; vorgeblich immer aus wissenschaftlichem Interesse, häufig aber nur, um sie meistbietend an ethnografische Museen verkaufen zu können. Auch heute noch sind zahlreiche solcher Köpfe auf der ganzen Welt in Privatsammlungen und Museen verstreut.

Nur langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass auch diese “Sammelstücke” europäischer Entdecker als Beutekunst zu betrachten sind und rechtmäßig den Gemeinschaften der Maori gehören, aus denen sie entnommen wurden.

In Neuseeland kümmert sich das Karanga Aotearoa Repatriation Programme im Te Papa Museum in Wellington darum, dass die Überreste von Maori-Vorfahren wieder den Weg in ihre Heimat finden. Bereits im Jahr 2017 gelang es, die Überreste von 59 Maori und Moriori (einem ausgestorbenen Volk, das auf den Chatham-Inseln lebte) aus Museen in aller Welt zurückzuholen. Das Museum für Naturgeschichte in New York gab 2014 die Köpfe von 107 Maori an Neuseeland zurück, 60 weitere folgten 2016. Das Museum schätzt, dass es weltweit noch 600 Maori-Skelette und -Köpfe in Sammlungen und Ausstellungen gibt, die es gern zurückholen möchte.

Im Berliner Völkerkundemuseum, das seit 2000 Ethnologisches Museum heißt, wurden die beiden Maori-Köpfe seit 1879 bzw. 1905 ausgestellt. Durch die Rückgabe hoffen die Berliner, Schritt für Schritt die damals begangenen Ungerechtigkeiten wiedergutmachen zu können. Bereits 1991 gab das Hamburger Museum für Völkerkunde historische Maori-Artefakte an Neuseeland zurück, andere Institutionen wie das Überseemuseum in Bremen oder die Berliner Charité folgten.

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