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Neuseeland älter als vermutet

„Wer glaubt, Neuseelands Geschichte sei nur einige hundert Jahre alt, liegt falsch", so Barry Brailsford, Historiker und Autor diverser neuseeländischer Geschichtsbücher. Er forscht seit den frühen 1970er-Jahren und machte sich auf die Suche nach den Spuren der ersten Maori Stämme. Diese wanderten seit 4.000 Jahren in Zickzack-Routen über die Südinsel. Nur mit Flachsmänteln und dünnen Sandalen bekleidet, schleppten sie den wertvollen "Greenstone", die Jade, von der Westküste ins Landesinnere. Jeder der erwanderten Pfade hatte sein eigenes Lied. Wer dieses Lied kannte, wusste, wo Gefahren lauerten und wo es Nahrung gab. Brailsford wies zudem Verbindungen zwischen dem 7.000 Jahre alten taiwanischen Hemudu Stamm und den Maori nach.

10 Jahre Te Papa Nationalmuseum

Eine neue interaktive Multi Media-Ausstellung hat im Te Papa Nationalmuseum in Wellington seine Pforten geöffnet. Das sechs Millionen Dollar teure Weltraum Abenteuer "Our Space" beherbergt neueste Technologie und ist das Sahnehäubchen auf dem Te Papa Geburtstagskuchen. Bereits 7.500 Videos, Fotos und Kunstwerke wurden bereits an der 18 Meter breiten und zwei Meter hohen "The Wall", einer gigantischen medialen Leinwand, von Besuchern per Computer hochgeladen. "Our Space" ersetzt die bereits erfolgreiche "Timewarp"-Ausstellung, die schon vor Jahren eine völlig neue Ära für Museen einläutete. Sie begeisterte bislang 4,5 Millionen Besucher und für „Our Space" werden ähnliche Besucherzahlen prognostiziert. Mehr Infos unter: www.ourspace.tepapa.com

Wissenschaftler begeistert: Tuatara nistet wieder in der Wildnis

Die Tuatara-Brückenechse ist eines der Sorgenkinder Neuseeland's. Sie ist wie viele Arten stark vom Aussterben bedroht und das lebende Fossil lebt weltweit nur noch in Aotearoa. In vielen Wildlife- und Schutzprojekten werden Tuataras in Gefangenschaft vermehrt, um ihr Überleben zu sichern. Um so sensationeller ist nun der Fund des ersten wilden Tuatara-Geleges auf dem Festland seit über 200 Jahren. Das Nest wurde zufällig durch die Mitarbeiter des Karori Wildlife-Sanctuary in Wellington gefunden. Das Gelege befindet sich jedoch außerhalb der Schutzzäune des Sanctuarys, die zur Arterhaltung gegen das Eindringen von feindlichen Säugetieren errichtet wurden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich außer den vier aus versehen frei gelegten Eiern noch weitere unter der Erde befinden, da Tuataras im Regelfall etwa zehn Eier ablegen. „Wir haben das Nest sofort wieder zugedeckt, um die Inkubation nicht zu stören. Das Weibchen muss die Eier ziemlich genau vor einem Jahr dort abgelegt haben.", so einer der Sprecher. Der Fund ist der erste wissenschaftliche Beweis, dass sich die Brückenechsen nun auch in Neuseelands Wildnis wieder vermehren.

Letzter Delfin in Gefangenschaft gestorben

„Hier im Marineland in Napier geht eine Ära zu Ende. Kelly ist der letzte Delfin Neuseelands, der 34 Jahre wie zur Familie gehörte und lange im Rampenlicht unsere Zuschauer begeisterte", kommentierte Barbara Arnott, Napiers Bürgermeisterin traurig. Kelly war außergewöhnliche 38 Jahre alt, etwa doppelt so alt wie die normale Lebenserwartung der Meeressäuger. Das Tier war bereits seit einer Woche erkrankt. Bereits vor zwei Jahren hätte das Marineland beinahe seine Pforten für Besucher geschlossen, nachdem die 36 Jahre alte Delfin-Dame Shorna gestorben war. „Wir dachten, Kelly sei zu einsam ohne Shorna, wolle nicht weitermachen, aber sie war glücklich - wie ein Fels in der Brandung." Während Napier um den berühmten Delfin trauert, atmen die Tierschützer in Neuseeland erleichtert auf: „Die Delfine gehören nicht in ein Aquarium zur Belustigung der Zuschauer. Wir können sie hier in Neuseeland nur wenige hundert Meter vom Strand entfernt in unseren Buchten auch in der freien Natur beobachten, da, wo sie hingehören."

Geschmackloser Pizza-Werbespot

Die neuseeländische Fast-Food-Kette „Hell Pizza" hat wieder einmal mit einem provozierenden TV-Werbespot für Aufruhr gesorgt. In dem Streifen tanzt der vor zehn Monaten verstorbene Sir Edmund Hillary, eine wahre Kiwi-Ikone zusammen mit den Skeletten der Queen Mother und dem verstorbenen neuseeländischen Schauspieler Heath Ledger, alias der „Joker" aus Batman, auf einem Grab zu Michael Jackson's Thriller. Hillary-Sohn Peter: „Das ist wirklich und wortwörtlich geschmacklos! Wir finden das ein bisschen störend und grotesk." Die TPF-Group-Leiter Glenn Corbett sagte, die Firma, welche die Fast-Food-Kette unterhalte, wolle niemanden verärgern, wollte eigentlich nur an „Sir Ed" erinnern. Dieser Gedanke sei wohl etwas zu >>höllisch<< gewesen. Hell Pizza zog den Werbespot schließlich zurück. 

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